Hochfirstschanze: Elf Nationen springen
Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Thursday, 4. February 2010

Titisee-Neustadt - In Titisee-Neustadt freut man sich, den Skisprungfans vom 14. bis 17. Januar auf der Hochfirstschanze ein hochkarätiges COC Skispringen mit zirka 60 Athleten aus elf Nationen präsentieren zu können. Obwohl das Springen nicht die ersehnte Weltcupveranstaltung ist, sind beim Fis Continental Cup der Spezialspringer und der Nordischen Kombinierer, die sich in der Wälderstadt und in Hinterzarten messen, hochkarätige Sportler zu sehen.

Der Continentalcup dient den Spezialspringern und den nordischen Kombinierern nach einem Formtief oder nach einer Verletzung zur Vorbereitung und als Sprungbrett in den Weltcup. Bereits im vergangenen Jahr gehörten Neustadt und Hinterzarten zu den Austragungsorten eines Continentalcups. Damals flog der jetzt beste deutsche Springer und zur Weltelite zählende Blondschopf Pascal Bodmer aus Meßstetten auf den 6. Platz und in die Herzen des Publikums. Wie beim letzten Continental Cup werden die Sprungwettbewerbe in Titisee-Neustadt ausgetragen und in Hinterzarten gehen die Kombinierer im Adlerstadion in die Langlaufloipe.

"Die Schanze ist bis spätestens nächsten Mittwoch perfekt präpariert", versicherte Titisee-Neustadts Generalsekretär Joachim Häfker im SÜDKURIER-Gespräch. Eigentlich wollte man die Schanze schon eher sprungfertig präsentieren, um den Sportlern eine vorzeitige Trainingsmöglichkeit zu bieten. Allerdings machte das Regenwetter in der vergangenen Woche den Neustädtern einen Strich durch die Rechnung. "Schneemangel haben wir nicht, auch wenn es noch einmal regnen sollte, weil wir genügend Kunstschnee produziert haben", versicherte Häfker. Noch nicht in Betrieb genommen werden konnte bis jetzt die neu angeschaffte Anlaufkühlanlage, die für eine optimale Anlaufspur sorgen wird. "Aber ich denke, dass werden wir spätestens bis Donnerstag in Angriff nehmen", zeigte sich der Generalsekretär optimistisch. Für die perfekt präparierte Hochfirstschanze, von der FIS Koordinator Horst Tillmann im vergangenen Jahr total begeistert war und ihr "Weltcuptauglichkeit" bescheinigte, sorgt das gut eingespielte Schanzenteam. Momentan arbeiten die Männer noch mit einem geliehenen Pistenbully, aber schon bald können sie die Schanze mit einem eigenen neuen modernen Gerät optimal vorbereiten.

Noch ist nicht bekannt, welche deutschen Adler beim COC-Springen über den Bakken der Hochfirstschanze fliegen. "Ich denke es werden einige Athleten ins Schmiedbachtal kommen, die auch bei der Vierschanzentournee dabei waren", freut sich Häfker, mal wieder ein großes Springen organisieren zu dürfen.

Interessant dürfte es auch sein, welche Springer die Österreicher in den Schwarzwald schicken. Momentan beherrschen sie die Sprungszene und sind sowohl im Weltcup als auch bei den COC-Springen unüberfliegbar.

Bei den Nordischen Kombinierern, die ihre Stärke sowohl auf der Hochfirstschanze als auch auf der Loipe in Hinterzarten zeigen, werden ebenfalls bekannte Athleten der zweiten Liga erwartet. Beim Wettkampf zu beobachten sind unter anderem Sportler aus Deutschland, Österreich, Weißrußland, Tschechien, Estland, Kaszachstan, Norwegen und Polen. Eintrittskarten sind an den Tageskassen erhältlich.