Menu Content/Inhalt
Home
Stadt und Wirtschaft stärken PDF Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 1
SchlechtSehr Gut 
Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Wednesday, 17. June 2009

Löffingen - Die schnelle Realisierung der Stadtsanierung, der Sporthalle sowie die Festhallensanierung, die Auslagerung und Modernisierung des Bauhofes gehören mit zu den wichtigsten Zielsetzungen der FDP und Freien Wähler der Baarstadt Löffingen.

Der Ausbau des Bildungsnetzwerkes von Kindergärten und Schulen bei teilweiser Ganztagsbetreuung, der Erhalt der Schulen vor Ort, der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die Vision "S-Bahn Hochschwarzwald-Baar" sowie den Erhalt der niedergelassenen Betriebe und Arbeitsplätze, sind weitere Aufgaben, die sich die FDP/FW-Politiker zum Ziel gesetzt haben.

Trotz Aufwendungen in zweistelliger Millionenhöhe und einer bereits bestehenden Verschuldung von 1,9 Millionen Euro sehen die FDP und die Freien Wähler keine Schwierigkeiten, die durch die ehrgeizigen Projekte entstehenden Aufwendungen in Höhe von insgesamt 16,6 Millionen Euro zu schultern. "Dadurch entsteht eine ProKopf-Verschuldung pro Einwohner von 247 Euro", betonte der FDP-Vorsitzende Werner Adrion im SÜDKURIER-Gespräch. In Baden-Württemberg liege der Durchschnitt bei 340 Euro, erklärte er weiter. Abgerechnet würden die Projekte, wie beispielsweise die Sporthalle, für die alleine vier Millionen Euro veranschlagt sind und für die Zuschüsse von insgesamt 1,6 Millionen erwartet werden, im Jahre 2012. Genauso werden Zuschüsse für die mit 5,486 Millionen Euro geplante Stadtsanierung und für die Sanierung der Festhalle, die mit Kosten von 1,765 Millionen Euro beziffert werden, erwartet. Bleibt die Zuführungsrate so groß wie in den letzten Jahren, liege die Mehrverschuldung bei knapp einer Million Euro, bei einer wiederum unterdurchschnittlichen Pro-Kopf-Verschuldung von 355 Euro. "Wir sind relativ optimistisch, weil wir durch unser eigenes Stadtwerk sowie die Wälder und die Kiesgrube mit guten Einnahmen rechnen können", blickte Adrion in die Zukunft.

Angesichts eines in den letzten Jahren so tüchtig arbeitenden Stadtkämmerers, der sein Geschäft verstehe, brauche man sich keine Sorgen zu machen. Festhalle und Sporthalle, so die FDP, wirken sich auch auf den Schulsport und das bestens funktionierende Vereinsleben der Baarstadt aus. Zumal in der Sporthalle mehrere Klassen nebeneinander Schulsport treiben können und die Vereine, die dort Sport treiben, keine Hallenmiete bezahlen müssen. Die geplante Mensa könne nicht nur Schüler beköstigen, sondern auch die ganztags zu betreuenden Kleinen in den Kindergärten. Zum Ziel gesetzt haben sich die FDP/FW auch, dass die Schulen und Kindergärten in den Orten auf jeden Fall erhalten bleiben müssen.

"Zur Wirtschaftsförderung gehört auch der Tourismus", betonte Rudolf Gwinner. Schon immer habe sich die FDP sowohl für die Wirtschaft als auch für den Tourismus eingesetzt und dafür plädiert, den Tourismus nicht im Alleingang bewältigen zu wollen. Die Kirchtürme seien durch den Schulterschluss der zehn Gemeinden glücklicherweise bei Wirtschaft und Tourismus kleiner geworden. Hier wünscht sich die FDP/FW eine bessere Vermarktung der Wutachschlucht besonders auf der Löffinger Seite. Das Bewusstsein in Löffingen einzukaufen um den Einzelhandel zu stärken, ist eine weitere Zielsetzung. Allerdings habe man auch kein Patentrezept gegen die Auspendler. Fakt ist, dass es zuwenig qualifizierte Arbeitsplätze in der Baarstadt gibt und die arbeitende Bevölkerung teilweise bis nach Zürich, Stuttgart oder Konstanz fahren muss, um arbeiten zu können. Basis zur Verbesserung der Situation sei sowohl eine bessere Infrastruktur und eine Attraktivitätssteigerung, zu der neben einem guten Freizeitangebot auch die Ärzteversorgung zählt. Ein besonderes Auge möchte die FDP auf die Erhaltung der Arbeitsplätze werfen, wobei sie die Ansiedlung neuer Betriebe nicht aus dem Blickfeld verlieren möchte. Dabei denkt sie im Zuge der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden an einen Gewerbepark Hochschwarzwald.

Ein Projekt das wesentlich zur Stärkung der Stadt und des gesamten Hochschwarzwaldes beitragen würde, wäre für die FDP/FW die Realisierung einer S-Bahn, die im Halbstundentakt zwischen Titisee-Neustadt und Löffingen sowie in die Baar führt. Dabei lehnt sie sich an das Erfolgsmodell "Ringzug der Landkreise Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Rottweil". "Zwischen Donaueschingen und Neustadt ist ein Niemandsland", betonte Gwinner. Der Vorteil einer S-Bahn wäre, dass - falls die Alternativplanung Elektrifizierung der Strecke scheitere - man sofort auf die Erfahrungen der Ringzugbetreiber zurückführen könne. Zusätzliche Haltestellen, wie das Gewerbegebiet Hölzlebruck, Bahnhof Kappel, Gutachbrücke, Schneekreuz Löffingen oder Seppenhofen Mitte könnten eingerichtet und die bisher angefahrenen Bahnhöfe Rötenbach, Bachheim und Unadingen aufgewertet werden. Hinzu komme eine bessere touristische Erschließung der Region mit ihren Schluchten. Weitere Pluspunkte wären die ökologische Entlastung der Bundesstraße 31 und ein flexibleres Angebot für Schüler und Berufspendler.

Die qualifizierte Ganztagesbetreuung, ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindergrippen, den Ausbau sozialer Angebote, der Erhalt der Grundversorgung, die Weiterentwicklung des kulturellen Angebotes sowie der Stadtwerke und der Ausbau des Nahwärmenetzes gehören weiter zum Wahlprogramm der FDP/FW. Weiterhin will sich die FDP/FW unter anderem für eine intensive Mitarbeit in der Hochschwarzwald Tourismus GmbH einsetzen, die Landwirtschaft, den Handel, die Industrie und das Gewerbe fördern.

Großen Wert legen die Männer und Frauen der FDP/FW auf das Vereinsleben. "Wir sind immer präsent und das waren wir schon immer, was sich auch daran zeigt, dass wir bei jeder Mitgliederversammlung anwesend waren, um an der Basis zu erfahren, was man noch verbessern kann", untermauern Gwinner und Adrion ihre Identität mit der Baarstadt und deren Einwohner.

 
< zurück   weiter >

Zufallsbild

Patrick.jpg

News - "SZ"

Statistics

Mitglieder: 6
News: 231
Weblinks: 6
Besucher: 524673