Menu Content/Inhalt
Home arrow Kultur arrow Pläne für einen Wirtschaftsförderer
Pläne für einen Wirtschaftsförderer PDF Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 1
SchlechtSehr Gut 
Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Wednesday, 6. May 2009

Löffingen - Einiges vorgenommen hat sich die CDU Löffingen für ihr Wahlkampfprogramm. "Wir wollen einen Wirtschaftsförderer einsetzen, der als strategischer Lotse fungieren soll, um die Ansiedlung von Betrieben zu fördern", unterstrich Vorsitzender Micha Bächle gestern bei der Firma Adrion-Knöpfle, wo Bächle die Kandidaten und sein umfangreiches Programm vorstellte.

Auf die Idee, einen Wirtschaftsförderer einzusetzen, kam die CDU durch einen Besuch der Parteimitglieder bei der sich neu in Löffingen niedergelassenen Firma Iloso, die einige Millionen investiert hat und zwölf Mitarbeiter beschäftigt. "Nur durch einen Zufall entschied sich die Firma für den Standort", verdeutlichte Bächle. Eine Zufallsentscheidung für den Standort Löffingen solle es nach den Vorstellungen der CDU künftig nicht mehr geben. Der Wirtschaftsförderer, der keine Vollzeitstelle begleiten soll, aber von der Stadt Löffingen bezahlt werden würde, soll flankierend agieren und unter anderem auch den Firmengründern bei den schwierigen Genehmigungshürden behilflich sein. "Titisee-Neustadt lehnt sich an unsere Idee an", versicherte Bächle. Dem Slogan "Verantwortung für alle Generationen" will die Fraktion gerecht werden. Marlene Müller-Hauser stellt sich den Wirtschaftsförderer an der Front vor, der sich in Förderprogrammen auskennt und eine entsprechende Beratungsfunktion einnimmt. Außerdem soll er Vermittler zwischen dem bereits an der Basis arbeitenden Wirtschaftsverband und interessierten Existenzgründern sein. Dran bleiben möchte die CDU auch an der weiteren Vermietung der leerstehenden Geschäfte, damit diese nicht in Wohnungen umgewandelt werden und die Stadt noch weiter ausblutet.

Das Bildungsprogramm stellte Kathrin Reppel-Knöpfle vor. Hier wollen sich die künftigen Stadträte für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen, die Kindergärten und Schulen in den Ortseilen erhalten und die bedarfsgerechten Betreuungsplätze für die Kleinsten ausbauen sowie die Ganztagesbetreuung in Kindergärten forcieren. Das gleiche gilt für die Betreuung in den Ganztagsschulen. Manfred Furtwängler verwies auf die Stärkung der Ortsteile durch verbesserte Infrastrukturmaßnahmen, wie beispielsweise den Ausbau von Dachgauben in alten Häusern, um jungen Familien preisgünstige Wohnungen anzubieten, damit diese im Ort bleiben. Die Schaffung eines Bürgerbüros, das vom ehemaligen Bürgermeister Frank Schmitt immer wieder ohne Gehör zu finden, gefordert wurde, will jetzt die CDU erneut angehen. Ebenso die Innenstadtsanierung, bei der man darauf achten möchte, dass Baulücken bebaut werden, um Land zu sparen. Ein weiteres Anliegen ist der Erhalt der Ortschaftsverfassungen sowie die Förderung von Vereinen, Feuerwehren und der offenen Jugendarbeit. Thema von Matthias Ketterer ist die Vernetzung öffentlicher Einrichtungen und privaten Anschlüssen, wobei er Bachheim als Vorbild nannte. Einsetzen möchte man sich auf jeden Fall für den Erhalt der Schwimmbäder, die auch dann erhalten bleiben sollen, wenn das neue "Bade-Paradies" seinen Betrieb aufgenommen hat. Marlene Müller-Hauser ist die Ideengeberin der Kombi Badekarte, die für alle drei Löffinger Bäder gelten soll. Vorstellen könnte sich die CDU auch die Schaffung eines Campingplatzes.

Bächle unterstrich außerdem sein Anliegen, die neue Tourismus GmbH zu unterstützen und die Wander- und Radwege zu pflegen sowie einer entsprechenden Beschilderung. Erhalten möchte die CDU auch den Skilift in Dittishausen. Ein großes Ziel der Löffinger Kandidaten ist die Umwelt, die Landwirtschaft und der Nahverkehr, von dessen Erweiterung man sich Synergieeffekte erhofft. Dabei soll die energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden vorangetrieben und die Energieeffizienz gesteigert werden.

Ferner hätte es die CDU gerne gesehen, wenn die Gemeinderatsausschüsse und die Schaffung eines Ausschusses für "Umwelt und Landwirtschaft" neu strukturiert würden, die Regiokarte noch weiter bis in den Schwarzwald-Baar-Kreis und Waldshut vernetzt sowie die Fahrplantaktung erweitert würde.

Während Bächle die Vorhaben noch einmal verdeutlichte, unterstrich Stadtrat Fritz Isele, dass der Gemeinderat zwar viel bewegt habe, aber vieles in der Zeit von Bürgermeister Schmitt angestoßen worden sei. Bernd Behnke, Vorsitzender des Löffinger Wirtschaftsverbunds, ging noch einmal kurz darauf ein, dass der Wirtschaftsverbund gerne mit dem Wirtschaftsförderer zusammen arbeiten werde. "In Löffingen gibt es zwar einen Wirtschaftsausschuss, der hat aber in den letzten fünf Jahren noch nicht einmal zusammen gesessen", meinte er.

Positiv sieht die CDU den Neubau der Sporthalle und die Bezuschussung.

 
< zurück   weiter >