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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Wednesday, 6. May 2009

Titisee-Neustadt - Ein eigener Pistenbully, die Modernisierung der kleinen Schanze im Schmidbachtal zur Ausbildung der Jugendspringer, sowie die Austragung von weiteren Weltcupveranstaltungen im Skispringen stehen ganz oben auf der Wunschliste des Organisationskomitees der Stadt Titisee-Neustadt.

 

Diese Wunschliste gab Bürgermeister Armin Hinterseh gestern dem Vorsitzenden des Sportausschusses des deutschen Bundestages, Peter Wilhelm Dankert, und der SPD-Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter mit auf den Weg nach Berlin gab.

Die beiden Bundestagsabgeordneten hörten sich am Dienstag an der Hochfirstschanze die Sorgen des Komitees an. Zusammen mit Bürgermeister Armin Hinterseh, Stefan Wirbser, Vorsitzender des Schwarzwälder Skisverbandes, Franz Steinle, Vizepräsident des Deutschen Skiverbandes, der nur kurz anwesend war, und DSV Skisprungtrainer Stefan Horngacher aus Österreich, sowie Detlef Braun, Generalsekretär der Nordischen Junioren WM 2010 in Hinterzarten, vermittelten sie sich an Ort und Stelle ein Bild und versprachen, sich für das "Schwarzwälder Wunschprogramm" so gut es möglich ist, einzusetzen. Horngacher, der erfolgreich den B Kader der Deutschen Skispringer im Alter ab zwölf Jahren und aufwärts trainiert, unterstrich die große Wichtigkeit der kleinen Schanze für die jungen Springer und die Jugendarbeit. "Die Schanze erweitert unser Schanzenensemble am Olympiastützpunkt Hinterzarten und ist ideal für das Training der Jugendlichen, die jetzt zum Training nach Oberstdorf fahren müssen", betonte Horngacher. Wäre die Schanze hier gut ausgebaut, hätten es die Jugendlichen Sportler leichter, weil Schule und Schanze an einem Ort wären", verdeutlichte er.

Ein großer Wunsch besonders von Joachim Häfker, Generalsekretär des OK in Titisee-Neustadt, ist ein neuer Pistenbully, der anders als der alte Bully, den man sich mit Hinterzarten teilen musste, nur im Schmidbachtal stationiert werden soll. Allerdings kostet das Gerät zwischen 300000 und 330000 Euro. "Würde man ein solches Gerät besitzen, könnte die große Hochfirstschanze jederzeit für Trainingseinheiten der Adler präpariert werden", sagte Häfker, der an dem Idealismus der ehrenamtlichen Helfer keinen Zweifel ließ. "Aber es muss auch Veranstaltungen auf der Schanze geben", forderte er. Dabei erinnerte er daran, dass Georg Hättich vor seinem Olympiasieg täglich auf der Hochfirstschanze trainiert habe, genauso wie auch Martin Schmitt in Neustadt sehr gerne Trainingssprünge absolviere. "Die von ihnen genannten Projekte wären zeitnahe Projekte, die man richtig abchecken muss", erklärte Bundestagsabgeordneter Dankert.

"Wir müssen den Olympiastützpunkt mit dem Schanzenensemble in Hinterzarten und die Schanzen hier in Neustadt als Ganzes sehen", zeigte sich Schwarzelühr-Sutter zuversichtlich. Sie sah in den Finanzierungstöpfen der Deutschen Sporthilfe eine Möglichkeit, den Neustädtern bei der Anschaffung des Gerätes unter die Arme zu greifen. "Das Potential der Jugend liegt im Sport und es lohnt sich schon deshalb, sich hierfür einzusetzen, um gute Trainingsbedingungen für die Jugend zu erhalten", sagte sie weiter.

Hinterseh erinnerte daran, dass man den Pistenbully zusammen mit Hinterzarten unter anderen Rahmenbedingungen angeschafft habe. "Es geht nicht ohne dieses Zweitgerät, denn eine gut präparierte Schanze ist auch die Grundlage für den Bereich Weltcup, erläuterte er die dringliche Anschaffung. Die beiden Bundestagsabgeordneten zeigten sich zuversichtlich für die Neustädter etwas in den Finanztöpfen bewegen zu können. "Ein Weltcup unterstützt den Gesamtaspekt für die Region und der Sport unterstützt zusätzlich den Tourismusaspekt, verbunden mit Arbeitsplätzen", erklärte die Bundestagsabgeordnete, die sich seit 2005 für die sportlichen Interessen in Titisee-Neustadt einsetzt.

 
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