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Titisee-Neustadt - Gleich für zwei Wahlkreise nominierten die Mitglieder des FDP-Kreisverbands Hochschwarzwald ihre Kandidaten, die sich bei den Kommunalwahlen am 7. Juni um ein Mandat im Kreisrat bewerben. Dabei machten der Löffinger Franz Riede und der Lenzkircher Werner Schnettelker davon Gebrauch, in zwei Wahlkreisen, im Wahlkreis 9 und 10, zu kandidieren.
"Das Superwahljahr 2009 wirft seine Schatten voraus, unsere Liste ist voll und wir gehen davon aus, dass wir ein gutes Ergebnis einfahren und viele Kandidaten in den Kreisrat bekommen", unterstrich der Löffinger FDP-Chef Werner Adrion, der den abwesenden Kreisvorsitzenden Bernhard Dechant vertrat. Dabei ging Adrion auch auf die immer wieder auftretende Diskussion ein, ob Bürgermeister überhaupt im Kreisrat vertreten sein sollen. "Die Bürgermeister überwachen sich im Kreisrat sozusagen selbst", verdeutlichte er und stellte klar, dass der Kreisrat die Aufsichtsbehörde der Gemeinden sei und sich sozusagen die Bürgermeister selbst beaufsichtigen. Leider habe sich in den letzten Jahren irgendwie eingebürgert, dass die große Masse der Kreisräte Bürgermeister sei. Die Kandidaten auf der Wahlliste der FDP des "Kreises Breisgau Hochschwarzwald", die in geheimer Wahl gewählt wurden, kommen aus allen Schichten.
Der erste Kandidat auf der Liste des Wahlkreises 9 ist Heinrich Tritschler aus Hinterzarten. Tritschler ist verheiratet und hat zwei Kinder, der 44-Jährige ist selbständiger Elektromeister, gehört dem Gemeinderat an und war schon einmal im Kreisrat. Er möchte sich im Kreisrat für den Sport, die Wirtschaft und den Verkehr einsetzen. Gundolf Thoma ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und ist 44 Jahre alt. Thoma lebt seit drei Jahren auf dem Feldberg und besitzt eine eigene Sportschule. Zuvor lebte er 17 Jahre in Bonndorf. Im Kreisrat will sich der ausgebildete Sportlehrer um die Themen, Sport und Kultur, Tourismus Familien und die Wirtschaft im Hochschwarzwald kümmern. Der 40-jährige Jörg Löffler kommt aus St. Märgen und ist gelernter Malermeister und Restaurator. Der verheiratete Familienvater hat zwei Kinder und ist Inhaber der Löffler KG mit 15 Angestellten. Seine Ziele sind ein Engagement für die Mittelstandförderung, die Bildungspolitik und Entbürokratisierung.
Der Löffinger Franz Riede, der in zwei Wahlbezirken auf der Liste steht, ist 57 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern und von beruf Diplom Ingenieur für Bauwesen. Er ist Vorstand der Riede-Ingenieur AG und unter anderem Mitglied der Ingenieurkammer Baden-Württemberg. Außerdem ist er Bandleader der Öschmusik Löffingen. "Ich denke eben mehr Hochschwarzwälderisch als Löffingerisch und bemühe mich, dass wir kein Heimatmuseum für Freiburg werden", definierte er seine Ziele. Riedes Schwerpunkte sind die Energiepolitik, Entwicklung des ländlichen Raumes sowie die Infrastruktur und Verkehrspolitik.
Bereits politische Erfahrung im Gemeinderat besitzt Werner Schnettelker aus Lenzkirch. Der 52 Jahre alte Drogist und Geschäftsmann ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Außerdem ist er Vorsitzender des FDP Ortsvereins Lenzkirch. Schnettelker Schwerpunkte sind Wirtschaft, Handel, Verkehr, Tourismus, Landwirtschaft, Familien, Jugend und Schulen. Außerdem kandidiert in diesem Wahlkreis noch Oscar Faller, Landwirt aus St. Märgen, 67 Jahre alt.
Für den Wahlkreis 10 bewerben sich insgesamt sieben Kandidaten. Als Erstes steht der Löffinger Rudolf Gwinner auf der Liste. Gwinner ist 55 Jahre alt, Realschullehrer und ledig. Er ist bereits Mitglied im Kreisrat und im Regionalverband Baden-Württemberg. Außerdem ist er im Gemeinderat Löffingens tätig und engagiert sich unter anderem als Landschaftsvertreter in der Fastnacht. Seine Schwerpunkte sind die Bildungs- und Strukturpolitik im ländlichen Raum, sowie der öffentliche Nahverkehr, Tourismus und Kultur. Eugen Winterhalder ist von den Freien Wählern. Er ist gelernter Landwirt und Gastwirt in Waldau, verheiratet und hat drei Kinder. "Ich möchte dafür eintreten, dass der ländliche Raum nicht zu arg untergebuttert wird", erklärte er. Karlheinz Rontke von der FDP ist gelernter Hotelkaufmann und 39 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Rontke arbeitet beim Verkehrsverein Dittishausen als Geschäftsführer. Seine Schwerpunktthemen sind Tourismus, Familien und Senioren, Landwirtschaft, Jugend und Schulen. Walter Kessler ist ebenfalls von den freien Wählern. Der 51-jährige Polizist ist verheiratet und Vater von vier Töchtern. Kessler besitzt bereits kommunalpolitische Erfahrung im Gemeinderat von Löffingen und möchte sich im Kreisrat für Familie, Jugend und Sozialpolitik einsetzen. Der Löffinger Werner Adrion ist Elektromeister und 60 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Auch er besitzt kommunalpolitische Erfahrung als FDP-Fraktionsvorsitzender und Stadtrat von Löffingen. Außerdem ist er Vorstand der Baugenossenschaft der Baarstadt und unter anderem ehrenamtlicher Richter des Verwaltungsgerichts Freiburg. Adrions Schwerpunkte sind Nahverkehr, Tourismus, Energie- und Verkehrpolitik sowie Wirtschafts- und Strukturpolitik.
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