|
Titisee-Neustadt - Gleich drei Löffinger wollen nach den Kommunalwahlen am 7. Juni die Sozialdemokraten im Kreistag vertreten: Neben dem amtierenden Kreisrat Bürgermeister Norbert Brugger kandidieren auch Klaus Kietruschat und Wolfgang Vogt im sogenannten "Wahlkreis zehn Titisee-Neustadt".
Die Wahlvorbereitungen für die Kommunalwahlen am 7. Juni laufen auch bei den Sozialdemokraten des Kreisverbands Hochschwarzwald auf Hochtouren. Am Mittwochabend wählten 16 stimmberechtigte Mitglieder in einer Mitgliederversammlung im Hotel "Jägerhaus" in Titisee-Neustadt in geheimer Wahl ihre sieben Kreistagskandidaten. Die erste Stelle nimmt mit Sandra Uecker eine Frau ein. Weiter sind es sechs männliche Sozialdemokraten, die um einen Platz im Kreistag buhlen. Darunter befinden sich mit Norbert Brugger, Klaus Kietruschat und Wolfgang Vogt drei Löffinger. Claus-Peter Wolf, Markus Schlegel und Karl Wursthorn kommen aus Neustadt. Bevor alle sieben Kandidaten ihr Wahlprogramm präsentierten, gab der sozialdemokratische Altfuchs und Landtagsabgeordnete Gustav-Adolf Haas einen kleinen Einblick in die Arbeit des Landtages und erinnerte daran, dass der Kreistag eine sehr wichtige Institution sei, in der die Interessen des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald vertreten würden. Haas, der 25 Jahre im Kreisrat tätig war, ließ wissen, dass von der momentanen Schuldiskussion, bei der eventuell Schulen wegen der mangelnden Schüleranzahl zusammengelegt werden müssen, besonders die Kommunen und der Kreistag herausgefordert würden.
Die erste Frau auf der sozialdemokratischen Liste, Sandra Uecker, ist 54 Jahre alt, verheiratet, Mutter von zwei Töchtern und hat noch wenig politische Erfahrung. "Ich möchte mich besonders für die sozialen Dinge sowie für Bildung und Schule einsetzen", erklärte sie. Die gebürtige Neustädterin ist gelernte Hotelfachfrau und betreibt im Seniorenhaus Raphael die Cafeteria.
Allen bekannt sein dürfte Löffingens Bürgermeister Norbert Brugger. Der 60-jährige Löffinger ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Söhnen. Brugger hat bereits Kreisratserfahrung seit 1984. Er ist seit 1980 Gemeinderat in Löffingen und wurde im Januar 2006 Bürgermeister der Baargemeinde. Zuvor war er 43 Jahre bei der Volksbank Löffingen beschäftigt. Sein Anliegen ist es, die regionale Struktur des Hochschwarzwaldes zu erhalten und zu verbessern, wobei er bei der Bevölkerung das Bewusstsein für die Region stärken möchte. "Außerdem setzte ich mich im Kreistagshaushalt für den Straßenbau und die Straßensanierung des Hochschwarzwaldes ein", unterstrich er.
Politische Erfahrung besitzt auch Claus-Peter Wolf. Er ist 50 Jahre alt, verheiratet, Vater einer Tochter. Wolf arbeitet als Gewerkschaftssekretär bei der Gewerkschaft für Nahrung, Genuss und Gaststätten, Region Schwarzwald-Hochrhein, lebt sei 1997 in Neustadt und ist dort auch seit zehn Jahren im Gemeinderat. Seit 1999 leitet er als Ortsvereinsvorsitzender die Geschicke der SPD in Titisee-Neustadt.
"Ich möchte mich im Kreistag auf das Soziale fixieren", erklärte er. "Außerdem müssen wir etwas tun, um die Wirtschaftskraft im Hochschwarzwald zu stärken", unterstrich er und forderte mehr Ökologie am Arbeitsplatz als Grundlage für die Bevölkerung.
Klaus Kietruschat aus Löffingen ist 59 Jahre alt, Vater von zwei Söhnen, verheiratet und wohnt seit 37 Jahren in Löffingen. Kietruschat ist gelernter Bankkaufmann und arbeitet seit 40 Jahren bei der Sparkasse Hochschwarzwald und ist seit zwei Jahren Vorsitzender der SPD Löffingen. "Ich möchte, dass die Wahlbezirke 9 und 10, zu denen auch Lenzkirch zählt, nicht vergessen werden", sagte der Löffinger. 49 Jahre alt und verheiratet, ist Markus Schlegel aus Titisee-Neustadt. Schlegel arbeitet beim Deutschen Roten Kreuz als Rettungsassistent und ist stellvertretender Rettungsdienstleiter. "Ich möchte mich im Gesundheitswesen engagieren, damit die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung gewährleistet ist", unterstrich er. Ein weiteres Anliegen von ihm ist die immer mehr gefährdete Ärztesituation, für deren Verbesserung er sich ebenfalls einsetzen möchte.
Wolfgang Vogt aus Löffingen ist 53 Jahre alt und Vater von drei erwachsenen Töchtern. Der selbständige Handwerker besitzt eine Gerüstbaufirma und ist seit fünf Jahren Gemeinderat im Löffinger Gremium. Den letzten Listenplatz auf der SPD-Kreisratsliste nimmt Karl Wursthorn ein. Der 53-jährige Karl Wursthorn aus Titisee-Neustadt/Langenordnach ist Betriebsratsvorsitzender bei Framo in Lenzkirch und Nebenerwerbslandwirt. Auch er besitzt bereits politische Erfahrungswerte, die er sich in seiner fünfjährigen Gemeinderatszeit im Gremium der Wälderstadt erworben hat. "Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Ortsteile nicht abgehängt werden und bin für den Erhalt der Kulturlandschaft Hochschwarzwald, die nur durch die Landwirtschaft erhalten werden kann", erklärte er. Außerdem möchte er sich ebenfalls für den Erhalt der Arbeitsplätze in der Region einsetzen.
|