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Titisee-Neustadt - Die Helios Klinik in Titisee-Neustadt bemüht sich auch in diesem Jahr um eine weitere optimale Strukturverbesserung der Klinik, in der über 300 Mitarbeiter einen sicheren Arbeitsplatz besitzen. "Wir haben uns vor zehn Jahren gesagt, wir stellen die Grundversorgung sicher und das ist immer noch so", erklärte Karin Gräppi, Regionalgeschäftsführerin, gestern bei der Vorstellung des neuen Verwaltungsleiters Thomas Wüstner.
Der 29-jährige Wüstner trat die Stelle am 1. Januar an, nachdem die bisherige Verwaltungsleiterin Claudia Bauer-Rabe am 1. November 2008 eine neue Herausforderung suchte. Die Helios-Klinik, die im vergangenen Jahr 6200 stationäre Patienten behandelte, investiert für die Infrastruktur der Klinik in Neustadt dieses Jahr wieder eine Million Euro zu Verbesserung der Patientenbetreuung vor Operationen, in Form von Aufenthaltsräumen, und in die Einrichtung eines Kindergartens für die Kinder der Klinikbeschäftigten. "Besonders wichtig ist es bei der Betreuung der Patienten vor Operationen, dass sie die Wartezeit in angenehmer Umgebung verbringen und nicht mehr auf den Fluren", unterstrich der Ärztliche Direktor Professor Stefan Eggstein mit Blick auf diejenigen Patienten, die am gleichen Tag, an dem sie aufgenommen werden, auch operiert werden. "Der Schwerpunkt", betonte Eggstein, "liegt dieses Mal bei den Erneuerungen der Inneren Abteilung, sowie das bereits existierende hohe Niveau bei der medizinischen und onkologischen Versorgung durch weitere Spezialisten noch zu verstärken". Neu ist ein moderner Computertomograph, für den 350000 Euro investiert wurden und der unter anderem auch zur schnelleren Diagnostik bei Schlaganfallpatienten angewandt werden kann. Womit gerade auf dem Land schnellere Hilfe als bisher garantiert wird.
Personell hat sich in der Helios Klinik einiges geändert. Die Innere Abteilung wird jetzt von der neuen Chefärztin Constanze Vollmer geleitet. Sie tritt in die Fußstapfen von Jürgen Hackenschmidt, der fast 30 Jahre lang die Chefarztstelle vorbildlich begleitete. Vollmer verfügt unter anderem über die Ermächtigung zur Durchführung der Duplexsonographie bei Beinvenen. Der neue Oberarzt in der Inneren Abteilung ist Andreas Soerjanta, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologe, der seine Facharztausbildung an der Kreisklinik Tuttlingen absolvierte. Er verfügt durch seine Tätigkeit im Städtischen Klinikum Karlsruhe und als Funktionsarzt der kardiologischen Abteilung sowie einer zweijährigen zusätzlichen Ausbildung auf diesem Gebiet über umfassende kardiologisch Kenntnisse und gilt als Spezialist. "Seit 2008 steht in der inneren Abteilung ein moderner Stressechokardiographie-Messplatz zur Verfügung", informierte Eggstein. "In einem noch größeren Umfang als bisher können dann mit einer speziellen Stressecholiege sowohl ergometrische als auch pharmakologische Belastungsversuche durchgeführt und Bilder im sogenannten "Quad-ceen-Verfahren" dargestellt und genau analysiert werden", erklärte er weiter. Mit dieser Untersuchungsmethode kann in vielen Fällen den Patienten ein Herzkatheter erspart werden.
Neu im Team der Helios Klinik-Ärzte ist der Anästhesist Alexander Benner, der dieser Abteilung als Chefarzt vorsteht und bis zum Herbst 2009 noch mit seinem Vorgänger zusammenarbeitet. Benner arbeitete an die Uniklinik Freiburg als Oberarzt und war in Göppingen und in Ulm tätig. "Durch den Einsatz von neuen Narkoseformen und Regionalanästhesien können moderne Konzepte wie die "Fast-Track-Chirurgie" effektiv umgesetzt werden", erklärte Eggstein. Dadurch können auch immer mehr die minimal-invasive Operationstechniken in den Vordergrund gestellt werden. Einer der Schwerpunkte in der Helios Klinik ist die Endoprotetik beziehungsweise das Auswechseln von Knie- und Hüftgelenken, wovon 150 Patienten im vergangenen Jahr profitierten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Allgemeine Visualchirurgie, besonders der Darmkrebs und die Schilddrüsenchirurgie, bei denen die Schnitte durch die neue Technik nicht mehr als drei Zentimeter groß sind. Bei der Artrosekopie, bei Bauchoperationen, Schilddrüsen und bei gynäkologischen Operationen werden kleinste Kameras in die Körperhöhlen eingeführt und erlauben ein optimales Operationsergebnis. Chef der gynäkologischen Abteilung ist Joachim Steller, in dessen Abteilung im vergangenen Jahr 548 Kinder mit steigender Tendenz das Licht der Welt erblickten. Steller, Spezialist für Mamachirurgie, verzeichnet ständig steigende Patientenzahlen und kooperiert sehr stark mit dem Brustzentrum der Uniklinik Freiburg.
Mit der Oberärztin Irena Sodeik wurde auch die Stelle der Diabetesambulanz neu belegt. Sodeik ist Fachärztin für Innere Medizin und ist Gastroenterologin und Ernährungsmedizinerin, mit Schwerpunkt Diabetologie. Gesorgt hat die Helios Klinik im vergangenen Jahr auch für das Wohlfühlgefühl der Patienten, die in modern eingerichteten Zimmern nicht auf die gewohnte Duscheinrichtung und bequeme Betten verzichten müssen. Begehrt sind auch die Stellenangebote in der Helios Klinik. "Besonders bei den Ärzten haben wir hier im Süden bisher kein Problem mit der Stellenbesetzung, aber ein Ärztemangel wird sich in Zukunft sicherlich abzeichnen", betonte Gräppi.
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