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Premiere für Seebühne am Titisee PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Monday, 16. February 2009

Titisee-Neustadt - Was die Bodenseestadt Bregenz mit ihrer international bekannten Seebühne schon lange mit Erfolg praktiziert, soll jetzt auch am Titisee Realität werden: Schon Mitte Juli startet die Seebühne zum ersten Mal unter freiem Himmel bei romantischer abendlicher Naturkulisse mit zwei Aufführungen. Mit dabei sind die bekannte Schauspielerin Christine Neubauer sowie Deutschlands derzeit erster Musicalstar Anna Maria Kaufmann.

 Die 2400 Seebühne-Zuschauer erwartet am Samstag 11. Juli, das Stück "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal, bei dem Christine Neubauer auftritt. Die aus dem Fernsehen bekannte Anna Maria Kaufmann bietet dem Publikum unter freiem Himmel in der "Starnacht des Musicals" am Sonntag, 12. Juli, einen Querschnitt aus den bekanntesten und aktuellsten Musicals, wie beispielsweise "Cats", "Elisabeth", "West Side Story", oder "Mama Mia". Außerdem singt sie Melodien aus ihrem Lieblingsmusical "Phantom der Oper", in dem sie in Hamburg ihre erste erfolgreiche Rolle als "Christine" sang und die sie auf ganz eigene Weise mit Titisee und dem Schwarzwald verbindet.

"Damals, vor 22 Jahren, habe ich eine Freundin besucht, die hier in Titisee gewohnt hat und ich wollte unbedingt diese Rolle", verrät die in München lebende ausgebildete Opernsängerin. "Ich bin sehr viel um den See gejoggt, dabei habe ich auf Deutsch das "Vater Unser" auswendig gelernt und gebetet, was geholfen hat", sagt die Deutsch-Kanadierin weiter. Sie hat die Rolle, die ihr Karrieredurchbruch war, erhalten und erinnert sich gerne an diese Zeit. "Vielleicht muss man einfach beten, um Glück zu haben", lächelt sie und sieht dies als ein gutes Ohmen für ihren Auftritt auf der Seebühne am Titisee.

Zuversichtlich, dass die Seebühne ein Erfolg wird, zeigen sich auch Bürgermeister Armin Hinterseh und die beiden Sponsoren Jochen Brachs, Chef der Sparkasse Hochschwarzwald, sowie Fotis Archanggelu, Direktionsmanager vom Maritim Hotel. "Ich habe schon von Anfang an gesagt, dass meine Schwerpunkte Kunst- und Kulturfestivals sind", unterstrich der neue Hochschwarzwälder Tourismusmanager Thorsten Rudolph gestern bei der Vorstellung des Projektes im Maritim Hotel in Titisee.

Geplant ist die Seebühne auf dem Gelände des "Maritim Hotels", das sich nach Ansicht der Organisatoren durch sein leicht abfallendes Gelände sehr gut als Zuschauerbühne eignet. "Die Bühne wird allerdings nicht direkt im Wasser stehen, sondern es wird optisch nur so aussehen", informierte Rudolph, der für das Projekt 130000 Euro ansetzt.

Rudolph, der bereits langjährige Erfahrung im Realisieren von großartigen Events besitzt, unterstrich gestern noch einmal seine Kenntnis in diesen Dingen. "Ich habe die Inszenierung "Jedermann" mit Christine Neubauer schon mehrmals erfolgreich zur Aufführung gemacht, unter anderem in Herren-Chiemsee" untermauerte er seine Erfahrung, die nach seinen Aussagen aus dem Verkauf von mindestens 500 Aufführungen resultiere. Keine große Behinderung sah der Tourismuschef bei verregneten Vorstellungen. Es gäbe zwar Versicherungen, die aber nicht bei Regen bezahlen. Es werde bei jeder Witterung gespielt, auf die man sich eben einrichten müsse.

"Wir werden hoffentlich mit schwarzen Zahlen heraus gehen und der Gewinn fließt in die Kasse der Hochschwarzwald Tourismus GmbH", untermauerte er die allgemeine Zuversicht.

Ansprechen möchte Rudolph nicht nur die Gäste, sondern auch die Einheimischen. Rudolph verdeutlichte außerdem, dass er nicht nur ein Kulturpublikum, sondern ein breites Publikum ansprechen möchte. "Unser Ziel war es, kulturelle Highlights zu bekommen, mit der Garantie für Professionalität, denn es geht darum, im gesamten Hochschwarzwald hochwertige Aufführungen zu bieten", erklärte Bürgermeister Hinterseh und unterstrich noch einmal, dass man nach der Seebühne in Titisee auch andere Veranstaltungen in den übrigen neun Mitgliedsgemeinden der Tourismus GmbH plane.

"Wir waren von Anfang an Feuer und Flamme und unterstützen das Projekt, damit es sich etablieren kann", betonte Jochen Brachs, Chef der Sparkasse Hochschwarzwald, die immer wieder kulturelle Veranstaltungen im Hochschwarzwald unterstützt.

Erschwinglich und volksnah sind die Eintrittspreise, die von 30 bis 50 Euro reichen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich VIP-Karten zu bestellen. Der Kartenvorverkauf startete sofort. Gekauft werden können die Karten über die Tourist-Informationen der zehn Gemeinden und online.

 
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