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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Tuesday, 27. January 2009

Hinterzarten - Die Stabscrew der neu gegründeten Hochschwarzwald Tourismus GmbH, an der sich zehn Hochschwarzwaldgemeinden beteiligen, hat ihre neuen Räume in Hinterzarten im Kurhaus bezogen und auf der Tourismusmesse CTM in Stuttgart bereits ihre erste Feuerprobe bestanden.

"Der Auftritt auf der CTM war klasse und die Pressekonferenz mit Wirtschaftsminister Ernst Pfister, Bürgermeister Armin Hinterseh und Stefan Wirbser sowie Christopher Krull, Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH, eine gute Werbung für den Hochschwarzwald", zeigten sich sowohl Thorsten Rudolf, Chef der neu gegründeten Hochschwarzwald Tourismus GmbH und Teamleiter Volker Haselbacher gestern optimistisch.

"Pfister sieht diese Entwicklung positiv und findet den gebündelten Marketingauftritt gut", informierte Haselbacher. "Unser Ziel ist, eine noch stärkere Tourismusregion im Schwarzwald zu werden", untermauerte Rudolf das Bestreben der zehn Mitgliedsgemeinden an einem Strang zu ziehen, mit dem Ziel, mehr Präsenz auf dem Tourismusmarkt zu schaffen. Bei einer Übernachtungszahl von 18 Millionen Übernachtungen im Schwarzwald nimmt die neu geschaffene Tourismus GmbH Hochschwarzwald mit 1600 Gastgebern, 17000 Betten und immerhin 2,5 Millionen Übernachtungen jährlich eine starke Position ein.

Die Stabsstelle der neuen Hochschwarzwald Tourismus GmbH zieht im Kurhaus von Hinterzarten mit 17 Mitarbeitern die Fäden. Auf einer Fläche von 200 Quadratmetern stehen den Mitarbeitern moderne Geschäftsräume zur Verfügung. Aus den in einen Topf fließenden Mitgliedsbeiträgen der zehn Gemeinden kann die GmbH mit einem Etat von fünf Millionen Euro jährlich wirtschaften und für den Tourismus im Hochschwarzwald werben. Noch ist alles etwas fremd und die Mitarbeiter müssen sich erst an die neuen Strukturen gewöhnen. "Früher war es schwierig für die kleinen Gemeinden, ein erfolgreiches Marketing zu betreiben, das wird jetzt durch den Zusammenschluss, bei dem auch mehr Geld zur Verfügung steht, effizienter", betonte Haselbacher. "Andere Regionen schauen schon etwas neidisch auf uns", sagte der vor der Umstrukturierung noch auf dem Feldberg agierende Tourismuschef weiter.

Die Basis für eine erfolgreiche Arbeit und eine Steigerung der Tourismuszahlen ist gegeben. "Wir haben das entsprechende Ambiente, eine gesunde Infrastruktur, den höchsten Berg (Feldberg), die bekannteste Schlucht (Wutachschlucht) und den bekanntesten See (Titisee)", zeigte er die Vorteile der Region auf. Zeigen können sich auch die zahlreichen Familien- und Wellnesshotels. Anders als im Nordschwarzwald fehlen lediglich die kulinarischen Sterne. "Hier gibt es aber sehr gutes Essen und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt sowie das schöne Ambiente", lobte Rudolf die heimische Gastronomie.

Rudolf setzt auf den sanften Tourismus von Genuss und Natur sowie Kultur und den sportlichen Aktivitäten in der Natur. "Genuss ist ein Gesamtszenario, ein Urlaub, bei dem ich alles genieße und das haben wir hier", verdeutlichte der Tourismuschef weiter. "Der Gast möchte die Inszenierung in schöner Atmosphäre sowie den persönlichen Input und wenn wir in diese Richtung arbeiten, sind wir voll im Trend", legte er seine Auffassung dar. Außerdem schwärmte er von der vorhandenen Infrastruktur, wie die bereits teilweise existierende Vernetzung von Loipen-, Wander-, Radfahr- und Mountainbikewegen.

Wenig hält er aber von einem Abkassieren der Langläufer auf den Loipen, weil man sich die Kosten-Nutzenfrage stellen sollte. Nicht ganz von sich weisen wollte aber Haselbacher das immer wieder diskutierte Thema. "Die Fahrstunde eines Pistenbullis liegt bei 140 Euro", verriet er. Für ihn ist ein Mountainbikehotel wichtig, um in diesem Bereich das Angebot noch zu verstärken.

Kein Problem sehen die beiden Tourismusmanager in der gerecht verteilten Bettenbelegung der zehn Gemeinden. "Der Gast sieht das Ganze global, weil er die für ihn maßgeschneiderte Übernachtung sucht", versicherten sie. Ideen und Visionen gibt es eine Menge in den Köpfen der Touristiker. Am 11. Februar wollen sie erst einmal die Ergebnisse der Tourismusideenwerkstatt vorstellen. Dann ist die erste Priorität die Denkanstöße umzusetzen und sie in den nächsten zwei Jahren zu realisieren. "Der rote Faden, der sich dann zeigt, ist die Richtschnur für die nächsten Jahre", versicherte Rudolf. Außerdem betonte er noch einmal, dass er großen Wert auf eine klare Transparenz seiner Arbeit lege und versicherte eine gute Kommunikation zu den Leistungsträgern und zur Bevölkerung. "Der Dialog und die wechselseitige Kommunikation ist uns wichtig, denn dadurch werden die Ideen angeschoben" verdeutlichte er seine Arbeitsweise.

 
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