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Mit Leib und Seele für Bank engagiert PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Tuesday, 27. January 2009

Titisee-Neustadt - Die Sparkasse Hochschwarzwald würdigte mit einem Festakt, an dem Vertreter von Wirtschaft und Politik teilnahmen, die umsichtige und erfolgreiche Arbeit von Georg-Wilhelm von Oppen, der 23 Jahre im Verwaltungsrat der Sparkasse Hochschwarzwald, davon fünf Jahre als dessen Vorsitzender, tätig war und jetzt in den Ruhestand geht.

Von Oppen, ehemaliger Bürgermeister von Kirchzarten, hat die Sparkasse Hochschwarzwald mit geprägt, setzte sich vor allem für die Selbständigkeit der Sparkasse ein und erhielt für seine Verdienste aus den Händen des baden-württembergischen Sparkassen-Verbandsgeschäftsführers Tilmann Hesselbarth die "Goldene Sparkassenmedaille". "Wir zollen ihnen mit dieser höchsten Medaille, die unsere Sparkasse zu vergeben hat, Dank und großen Respekt für ihre Arbeit als Verwaltungsratsmitglied", unterstrich Hesselbarth bei der Verleihung dieser nicht alltäglichen Auszeichnung, die von Oppen strahlend entgegen nahm.

Sein Nachfolger Armin Hinterseh, der in den vergangenen fünf Jahren von der Erfahrung und der Souveränität von Oppens profitierte, erinnerte daran, dass besonders in den letzten fünf Jahren große Baumaßnahmen zur Modernisierung und Kundenbetreuungsverbesserung der Sparkasse Hochschwarzwald vorgenommen wurden. "Die Baumaßnahme hier in Neustadt war die größte, die unter deiner Ägide durchgeführt wurde", betonte Hinterseh, der auf die Amtszeit von Oppens als Bürgermeister von Kirchzarten einging, die er am 1. März 1985 in der Zeit als der Käfer, der R5 oder die Ente noch das Straßenbild prägten, begonnen hatte. "Damals besaß die Sparkasse noch vier Vorstände und die Welt war noch in Ordnung", betonte Hinterseh. "Heute sind es zwei Vorstände", sagte er weiter. "Derivate gab es damals vermutlich nur in der Chemie und wenn sie dem Kunden einen Aktienfonds hätten verkaufen wollen, hätte man vermutlich an der Qualifikation als Berater gezweifelt", erinnerte er an die heutige nicht ganz leichte Situation der Banken. "Aufgabe des Verwaltungsrates aber war es, die Leitlinien für die Geschäftspolitik vorzugeben, ihre Einhaltung zu kontrollieren, sowie die richtigen Vorstände auszuwählen und auch sie zu kontrollieren", informierte er über das Aufgabenfeld von Verwaltungsräten. "Das ist eine sehr wichtige Aufgabe, die heute in Krisenzeiten ganz besonders wertvoll ist", unterstrich er und betonte, dass die Selbständigkeit der Sparkasse auch in diesen schwierigen Zeiten eines der Hauptanliegen von Oppens war. Diese Aufgabe sei in den vergangen Jahren sehr gut wahrgenommen worden und die Sparkasse sei sehr gut aufgestellt. "Was in großem Maße der guten Zusammenarbeit, aber auch der Kontrolle zwischen Vorständen und Verwaltungsrat zu verdanken ist", meinte Hinterseh weiter.

"Lieber Georg-Wilhelm Du hast Dich in den 24 Jahren sehr eingebracht in die Sparkasse, besonders prägend war Dein Engagement in der Zeit seit Du Verwaltungsratvorsitzender geworden bist. In diesen 5 Jahren wurde praktisch die ganze Zeit gebaut, wie die umfangreichen Umbaumaßnahmen in Kirchzarten und vor kurzem die Hauptstelle hier in Neustadt, das noch im Bau befindliche Parkdeck und die Modernisierung der Geschäftsstellen", erinnerte sein Nachfolger Hinterseh. "In Deiner Zeit als Vorsitzender hat die Sparkasse ein neues, modernes und kundenfreundliches Gesicht erhalten und war einem ständigen Optimierungsprozess unterzogen. Der Vergleich mit anderen Instituten erforderte konsequente und beständige Maßnahmen, bei denen Du den Vorständen den Rücken gestärkt, aber auch immer auf die Einhaltung der Vorgaben gedrängt hast", untermauerte Hinterseh die große Erfahrung von Oppens, der in seiner Amtszeit schnell erkennen ließ, dass er nicht nur einfach vorsitzen, sondern gestalten wollte. Hinterseh würdigte abschließend noch einmal die verdienstvolle Arbeit seines Vorgängers und überreichte dem passionierten Jäger für sein Jagdrevier einen Werkzeugkoffer.

Sparkassenchef Jochen Brachs bedankte sich bei Oppen für die nachhaltige Arbeit im Verwaltungsrat, im Kreditausschuss und im Bauausschuss. "Ihre Markenzeichen waren straffe Richtungsführung, ständige Aufforderung zur Diskussion der Themen, fair und menschlich sein", unterstrich Brachs. "Ihre Worte hatten Gewicht, wir als Vorstände konnten uns voll auf Sie verlassen und die Zusammenarbeit mit Ihnen war sehr wertvoll und hilfreich", würdigte der Sparkassenchef die Arbeit des Pensionärs.

In seiner Abschiedsansprache unterstrich von Oppen, dass er bei seinem Amtsantritt 1985 seine Konten bei einer anderen Bank hatte und er sich erst an die Arbeit im Verwaltungsrat bei der Sparkasse herantasten musste. Schwierig sei für ihn auch gewesen, dass es eine Sparkasse mit zwei Hauptstellen war.

Außerdem erinnerte er an die Wertschöpfung des Dreisamtales und wies darauf hin, dass der Verwaltungsratvorstand wechselseitig von Bürgermeistern aus Kirchzarten und aus Neustadt besetzt sein sollte. "Ich gebe zum richtigen Zeitpunkt bei guter Gesundheit ab, um noch Freude zu haben", verabschiedete sich von Oppen mit Stolz und Zufriedenheit.

 
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