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Viele Ideen zum regionalen Tourismus PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Friday, 16. January 2009

Hochschwarzwald - Einen gesunden Patriotismus ohne Kirchturmdenken entwickelten die zirka 150 Hochschwarzwälder aus den zehn Gemeinden der neuen Hochschwarzwald Tourismus GmbH, die sich im Kurhaus Titisee zu einer "Tourismus-Werkstatt" trafen. Am Hirschsprung sollte ein Banner hängen mit der Aufschrift "Hier fängt der Hochschwarzwald an", forderte Caroline Schülein-Waldvogel aus Lenzkirch.

An Ideen mangelte es wirklich nicht. "Eine Hängebrücke über das Höllental für Wanderer, eine Eissporthalle in Verbindung mit dem neuen Badezentrum, ein Gourmet-Wettbewerb, eine Tannenzäpfle-Rallye für Radfahrer und ein Bürgermeisterkochen zur Gästebelustigung visualisierte die bunt gemischte Gemeinschaft aus Bürgermeistern, Geschäftsleuten und Bürgern. "Ich verspreche ihnen, dass alle Vorschläge in den Entwicklungsprozess für die gemeinsame Marke und das Marketingkonzept einfließen", unterstrich Thorsten Rudolph, der Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, der am 1. Januar sein Amt offiziell antritt. Acht Stunden verbrachten die Teilnehmer miteinander und arbeiteten an den Aufgaben, die ihnen Alexander Seitz und Gernot Memmer von der Agentur Kohl & Partner, die in der Hochschwarzwälder Tourismus-Szene durch ihr Projekt "Service Initiative" bestens involviert sind, gestellt haben. Die Schwächen, Chancen, Stärken und Risiken wurden ausgearbeitet und die dabei entstandenen Ideen präsentiert.

"Wir glauben, dass sie ihre Ziele gemeinsam schaffen können", lobte Memmer das dörferüberschreitende Engagement der Teilnehmer, denen er ein "Wir-Gefühl" bestätigte. Natur, Echtheit und Nähe seien ganz wichtige Faktoren, meinte er weiter. "Allerdings glaube ich, dass bei ihnen ein Mutfaktor gut wäre, um diese genialen Voraussetzungen zu perfektionieren und innovativ zu entwickeln", appellierte er an die Teilnehmer. Außerdem bestätigte er, dass im Hochschwarzwald bessere Voraussetzungen herrschten als bei vielen anderen, da hier Natur, Erholung und Abenteuer bereits gegeben seien. "Ich glaube, dass bei Ihnen mit Witz und Charme noch sehr viel möglich ist", animierte er die Anwesenden zum Weitermachen.

"Diese Veranstaltung war nötig, wir im Hochschwarzwald sind ganz stark und wir müssen jetzt diese Begeisterung, wie das Licht an Weihnachten, weitertragen", philosophierte Hinterzartens Bürgermeister Hansjörg Eckert, der in Sachen Tourismus erfahrene und langjährige Schwarzwälder Tourismuspräsident.

Euphorisch zeigte sich auch der Neustädter Bürgermeister Armin Hinterseh, der bezeugte, dass man hier vergeblich nach einem Kirchturm gesucht habe. "Danke, dass yie mich nicht ausgebuht haben, denn als Sparkässler müssen wir vorsichtig sein", erklärte Sparkassenchef Jochen Brachs. Trotz aller Euphorie solle man aber die eigenen Betriebe nicht vergessen. "Hier gibt es im Vergleich zu anderen Branchen einen Stau, weil zu wenig investiert worden ist", ermahnte er und riet, es nicht zu einem Investitionsstau kommen zu lassen. "Die zehn Gemeinden sind sich ähnlicher als man denkt", versicherte Hotelier Josef Fehrenbach aus Hinterzarten. Christopher Krull, Geschäftsführer der Dachmarke Schwarzwaldtourismus, zeigte sich ebenfalls begeistert und versicherte auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit. "Ich denke, hier ist Potential und Kraft miteinander verbunden, um etwas zu bewegen, denn der Tourismus findet hier am Ort und in den Betrieben statt", betonte er weiter. "Die Welt ist unsere Konkurrenz und nicht die Rhön oder das Sauerland", erinnerte er und bezeichnete den Tourismus als Gesamtkunstwerk.

 
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