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Sparkasse trotzt globaler Finanzkrise PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Wednesday, 29. October 2008

Titisee-Neustadt - Trotz der derzeitigen Finanzkrise auf dem Weltwirtschaftsmarkt ist die Sparkasse Hochschwarzwald mit der Geschäftsentwicklung 2008 sehr zufrieden. "Es wird ein Jahresüberschuss ausgewiesen", freute sich gestern Sparkassenchef Jochen Brachs bei der diesjährigen Trägerversammlung über die Stabilität seiner gesunden Bank.

Positiv ist auch, dass die Hochschwarzwälder in dieser schwierigen Zeit ihrer Sparkasse vertrauen und ihr bei Großbanken deponiertes Geld lieber zur Sparkasse bringen. Armin Hinterseh aus Titisee-Neustadt wurde in dieser Versammlung von den Bürgermeistern der vierzehn Trägergemeinden zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates gewählt. Hinterseh ist damit Nachfolger von Georg Wilhelm von Oppen aus Kirchzarten, der fünf Jahre dieses Amt begleitete. "Aufgrund eines anstehenden Amtswechsels in Kirchzarten nach den Bürgermeisterwahlen, bei denen von Oppen nicht mehr antritt, war eine Wiederwahl von Oppens nach der Satzungsordnung nicht mehr möglich. Hinterseh konnte sich als bisheriger Stellvertreter von Oppens in Ruhe auf die Arbeit vorbereiten. "Es ist schon ein erheblicher Unterschied, ob man Verwaltungsratsvorsitzender oder Stellvertreter ist", unterstrich von Oppen. "Mir hat die Arbeit Freude gemacht, denn die Vertretung als Bürgermeister für eine Sparkasse gehört zu den schönsten und interessantesten Aufgaben", unterstrich von Oppen, der bis zu seinem Amtswechsel noch einmal zum stellvertretenden Vorsitzenden in die Gremien der Sparkasse Hochschwarzwald gewählt wurde. Von Oppen bescheinigte den Sparkassenvorständen eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie eine offene Informationspolitik, die Teil einer erfolgreichen Arbeit sind. Hinterseh übernimmt seine Aufgabe als Verwaltungsratsvorsitzender ab 18. November. Hinterseh betonte, dass er sich auf seine neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit den Trägergemeinden und den Vorständen freue. "Wir werden zielgerecht für die Bürger des Hochschwarzwaldes und des Dreisamtales arbeiten", versicherte er.

Derzeit hat die Bank rund 21000 aktive Kunden, die rund 30000 Girokonten haben. "Angesichts der jetzigen schwierigen Phase auf dem Finanzmarkt verbietet es sich fast über das Geschäftsjahr 2007 zu reden", meinte Sparkassenchef Brachs, der darüber informierte, dass der ausgewiesene Überschuss des Jahres 2007 in Höhe von 752626 Euro voll der Sicherheitsrücklage zugeführt würde. "Das ist selbsterwirtschaftetes Eigenkapital, welches jetzt bei 36,3 Millionen Euro liegt, was 3,96 Prozent der Bilanzsumme entspricht", informierte der Sparkassenvorstand stolz über das gute Geschäftsjahr, in dem die Eigenkapitaldecke deutlich erhöht werden konnte.

Auf die aktuelle Situation 2008 eingehend meinte Brachs, dass dies wohl eines der schwierigsten Jahre der Bankgeschichte sei. "Die Realwirtschaft zeigt Bremsspuren und man macht sich Sorgen, wie sich das Jahr 2009/2010 entwickeln wird", verdeutlichte er. Auch im Hochschwarzwald spüre man diese Bremsspuren, vor allen Dingen bei den Automobilzulieferbetrieben, wo sie signifikant seien. Kein Thema sei die schwierige Zeit in der Hotelbranche, die nach wie vor gute Belegzahlen vorweise.

"Bei der Baubranche hingegen ist es keine neue Krise, sondern eine Strukturkrise, die sich dem Markt angepasst hat", informierte Andreas Vogelbacher. Ein Vorteil der Region sei das kleinteilige Geschäft, wie beispielsweise Handwerksbetriebe, die bei einer veränderten Kostenstruktur schneller und flexibler reagieren können als Großbetriebe. Dass die Privatisierung der Sparkassen abgewendet werden konnte, sieht Brachs als Vorteil. "Sonst sähe es anders aus", verdeutlichte er. Erfreulich sei für die Sparkasse, dass täglich neue Kunden ihr bei Großbanken deponiertes Geld jetzt zur Sparkasse bringen.

"Viele Bürger fragen nach der Sicherheit der Einlage und vertrauen uns in dieser schwierigen Zeit", unterstrich Brachs. Weiter versicherte er, dass die Sparkassen auch bei der Anlagenseite Solidität zeigen, gute Beratung bieten und faire sowie gute Konditionen anbiete. "Wir haben keine Kreditverknappung und unsere Kredite werden nicht verkauft", erklärte er ausdrücklich. "Die klare Botschaft der Sparkassen ist, dass wir solide sind und gestärkt aus der Finanzkrise hervorgehen werden", appellierte er an das Vertrauen seiner Kunden in der Region.

 
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