Menu Content/Inhalt
Home
Naturschutz mit Messer und Gabel PDF Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 0
SchlechtSehr Gut 
Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Wednesday, 17. September 2008

Titisee-Neustadt - 32 Naturparkwirte des "Naturpark Südschwarzwald" zeigen sich sprachbegabt und stellen jetzt in einer neuen Broschüre ihr regionales Gesicht vor. Die farbige Broschüre, in der sich die Wirte unter dem vielversprechenden Slogan "Schmeck den Schwarzwald" präsentieren, besitzt Taschenformat und wurde in deutscher und französischer Sprache in einer Auflage von 70000 Stück gedruckt.

 

"Wie wär's mit einem Zickleinbraten aus eigener Zucht, einem gebratenen Hirschrücken aus der Nachbarjagd oder einer Bachforelle aus einem klaren Schwarzwälder Gebirgsbach und zum Nachtisch etwas Bergkäse aus der Hofkäserei?" Die Naturparkwirte machen es möglich. Auf 43 Seiten findet der kulinarisch interessierte deutsche und französische Gast Adressen vom einfachen Gasthof bis zum Sternerestaurant. "Wir sind alles Wirte, die das regionale Angebot in den Mittelpunkt stellen", untermauerte Hotelier und Naturparkwirt-Vorsitzender Klaus Günther Wissler, der zusammen mit Lothar Burkhard, Marketingchef und Tourismusdirektor von Titisee-Neustadt, die Broschüre vorstellte. "Unsere Philosophie ist: {sbquo}Naturschutz mit Messer und Gabel'", untermauerte Wissler das Anliegen seiner Mitstreiter. Die müssen ihren Gästen eine Auswahl von mindestens drei regionalen Hauptgerichten mit Hauptzutaten aus dem Naturpark anbieten. Die Herkunft der Produkte können die Gäste über die Speisekarte nachvollziehen. "Wenn mein Naturparkbauer mir Fleisch beispielsweise vom Hinterwälderrind liefert, das im Schwarzwald schon vom Aussterben bedroht war und jetzt wieder verstärkt gezüchtet wird, ist im Fleischpaket ein Zettel mit der Ohrnummer des geschlachteten Tieres", erklärt Wissler. Über das Internet kann er dann genau nachvollziehen, wann das Tier geschlachtet wurde, wie alt es war, wie viel es gewogen und wo es geweidet hat. Auch bei der Auswahl der Käsesorten legen die Wirte großen Wert darauf, dass der Käse vom heimischen Bauernhof kommt. "Und wenn es Biokäse ist, dann ist es noch besser", erklärt Wissler, in dessen Küche die Nudeln aus heimischen Eiern und Mehlsorten selbst hergestellt werden. Wie stark die regionale Vermarktung, die von Anfang an der Schwerpunkt des Naturparks Südschwarzwald war, angestrebt wird, zeigt die steigende Anzahl der Naturparkwirte. "Waren es bei der Gründung vor fünf Jahren noch 18 Wirte liegt die Zahl heute bei 32 Wirten", freut sich Wissler über die steigende Tendenz. Allerdings kann nicht jeder Gastronom Mitglied werden. Voraussetzung ist, dass sich der Wirt der regionalen Küche verpflichtet, die Qualitätskontrolle, die unter dem Zertifikat "Schmeck den Süden" steht, berücksichtigt und zur ständigen Weiterbildung bereit ist. Außerdem muss er mithelfen, die Produkt- und Dienstleistungsmarke "Naturparkwirte" nachhaltig und unter einheitlichem Design zu vermarkten. Der Ideenreichtum, die kreative Kochkunst sowie die Präsentation bleiben ganz individuell. Zum Genussaspekt kommt außerdem der wirtschaftliche Nutzen. "Mit 500.000 Essen und 220.000 Übernachtungen erzielen die Naturparkwirte heute einen Jahresumsatz von 32 Millionen Euro, beschäftigen 560 Mitarbeiter und bieten 145 Ausbildungsplätze", belegte Marketingchef Burkhard das wirtschaftliche Gewicht. Außerdem finden 165 Lieferanten Käufer für ihre Produkte. Die überzeugten Naturparkwirte und ihre Beschäftigten beweisen, dass sie zu der Grundidee "Naturschutz- und Wirtschaftsförderung mit Messer und Gabel" stehen. Sie verfolgen auch ein ökonomisches Ziel: Die Regionalvermarktung, die das ökologische System "Naturpark Südschwarzwald" unterstützt. "Die Naturparkwirte sind eine Bank dafür, dass die von Touristen aus aller Welt geschätzte einmalige Natur und Kulturlandschaft des Hochschwarzwaldes in ihrer Vielfalt und einmaligen Schönheit erhalten bleibt", lobt Burkhard das Engagement der Wirte als eines der Fundamente der regionalen Vermarktung. Über einen großen Erfolg durften sich die Naturparkwirte erst kürzlich freuen. Bei dem Wettbewerb "LUI" bei dem das Land Baden-Württemberg die besten "Dienstleister" des Jahres auszeichnet, erhielten die innovativen Naturparkwirte einen Sonderpreis für ihre Unterstützung einer gezielt regionalen Vermarktungsstrategie.

 
< zurück   weiter >

Zufallsbild

faberge1916.jpg

News - "SZ"

Statistics

Mitglieder: 6
News: 231
Weblinks: 6
Besucher: 524603