|
Titisee-Neustadt - Der rege Besucherandrang beim "Tag der offenen Tür" der Helios Klinik in Titisee-Neustadt beweist, wie außerordentlich gut die Bevölkerung des Hochschwarzwaldes die Leistungen der Klinik angenommen hat. Vor zehn Jahren wurde das damals städtische Krankenhaus, das sich im Besitz des Landkreises befand, von den privaten Helios Kliniken übernommen und löste bei den Hochschwarzwäldern eine gewisse Skepsis aus, von der heute nichts mehr zu spüren ist.
"Der Kreis wäre nicht in der Lage gewesen, die erforderliche Modernisierung zu schultern", resümierte das Neustädter Stadtoberhaupt Armin Hinterseh bei seiner Ansprache. "Man fühlt sich hier sehr gut aufgehoben", unterstrich er weiter. Karin Gräppi, Regionalgeschäftsführerin der Helios Kliniken, erinnerte daran, dass sich in dieser Zeit im Gesundheitswesen einiges getan habe. So habe sich die Anzahl der Krankenhäuser um zehn Prozent vermindert, die Bettenanzahl um 15 Prozent und die stationäre Verweildauer der Patienten um 8,7 Tage auf 5,6 Tage. Die chronisch degenerativen und onkologischen Krankheitsbilder, die auf dem Vormarsch sind und der steigende Operationsbedarf sowie der rasante technische Fortschritt in der Medizintechnik erfordern einen erhöhten Investitionsbedarf an medizinischen Geräten zur Sicherstellung optimaler Untersuchungs- und Therapiemöglichkeiten. Auf die 2004 eingeführten Fallpauschalen eingehend, meinte sie, dass alle Krankenhäuser für die gleiche Leistung das gleiche Geld bekommen würden. Das bedeute, dass die Wirtschaftlichkeit und gute medizinische Qualität noch mehr als in der Vergangenheit gewichten. Erfreut zeigte sie sich, dass auch die Helios Kliniken im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald in den Genuss von Fördermitteln gekommen seien. Von den rund 63 Millionen Euro, habe das Land 23 Millionen Euro dazu gesteuert. "Um auch in Zukunft zu investieren und den Patienten im Hochschwarzwald auch in den nächsten Jahren eine gute Medizin zu bieten, sind Gewinne notwendig", untermauerte sie. Die ständig steigenden Patientenzahlen zeigen, dass die Helios Kliniken eine hohe Akzeptanz bei den Patienten im Landkreis, aber auch darüber hinaus haben. So liege der Fallzahlzuwachs in Titisee-Neustadt bei 40 Prozent, entgegen der anderen Kliniken im Kreis, wo die Zahl bei 28 Prozent liege.
Beim Zeitpunkt der Übernahme herrschte am Standort Titisee-Neustadt akuter Patientenmangel, was die größte Herausforderung, schnellstmöglich die medizinische Leistungsfähigkeit zu verbessern, gewesen sei. "Dass dies gelungen ist, beweist die stetig steigenden Anzahl von Patienten", erklärte Gräppi weiter. "Allein im letzten Jahr wurde für Medizintechnik, EDV und Instandhaltung knapp 900000 Euro investiert", informierte sie. Die Helios Klinik in Titisee-Neustadt bilde das Rückrat der medizinischen Versorgung. Dafür sorgen 286 Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr 5852 Patienten stationär und 10459 ambulant versorgten.
Der Besucherstrom, drängte sich durch alle Abteilungen. Besonders groß war der Andrang in der Gynäkologie, wo die werdenden Mütter und Väter auf dem Sonographiegerätebildschirm das Wachstum der Kinder im Bauch der Mutter verfolgen konnten. Groß war der Andrang auch in der Chirurgie. Dort klärten die Ärzte über Hüftoperationen und andere Operationen auf.
|