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Sommer-Skispringen mit Premieren-Teil PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Thursday, 10. July 2008

Hinterzarten - Heiß scheint die Sonne meistens beim Sommer Grand Prix der Skispringer in Hinterzarten. "Heiß" auf den ersten Flug nach der Winterpause, ist jedenfalls die Weltelite der Skispringer und der Nordischen Kombinierer, die sich vom 25. bis zum 27. Juli in Hinterzarten im Adlerstadion zum 15. Sommer Grand Prix 2008 trifft. Zum ersten Mal können die Zuschauer dabei auch den Wettkampf der Kombinierer verfolgen.

Beim 46. Kongress des Weltverbandes (FIS) in Kapstadt wurde der Beschluss gefasst, die Nordischen Kombinierer enger an die Skisprungdisziplin zu binden, um den Zuschauern effizientere Wettkämpfe zu bieten. Beschlossen wurde bei diesem Kongress auch, dass der langjährige und erfahrene Renndirektor der Skispringer, der Österreicher Walter Hofer, die Nordischen Kombinierer in seine Obhut nimmt und koordiniert. Der Bundestrainer der Kombinierer, Hermann Weinbuch, wie auch Hofer sehen in der Neuorganisation nur Positives. "Das ist eine Riesenchance die Nordische Kombination noch populärer zu machen", meint sowohl Hofer als auch der Trainer der Kombinierer Hermann Weinbuch. Außerdem verspricht man sich bei der FIS, dass durch diese Angliederung eine bessere Medienpräsenz erzielt wird. Hinterzarten ist somit die erste Station, in der die Probe auf das Exempel gemacht wird.

Mit von der Partie sind bei diesem Sportwochenende im Juli wieder die aktuellen Weltmeister und Olympiasieger beider Sportarten. Gespannt darf man sein, wie sich die DSV Skiflieger um Martin Schmitt und Michael Uhrmann unter den Fittichen ihres neuen österreichischen Bundestrainers Werner Schuster entwickelt haben und wie sie die erste Standortbestimmung im unternationalen Vergleich nutzen werden. Wie beliebt Hinterzarten bei den Springern ist, zeigt die Anmeldungsliste, auf der sich alle Nationen eingetragen haben. Die Österreicher sind schon mal mit sechs Springern avisiert. Mit dabei sind auch wieder die Japaner mit den Skisprunglegenden Nuriaki Kasai und Tokanobu Okabe.

Natürlich mit dabei sind auch die norwegischen Athleten und Fanlieblinge Björn-Elma Romören, Tom Hilde und Anders Jacobsen. Bereits als Hinterzarter fühlen sich die Russen, die mit ihrem Trainer Wolfgang Steiert meistens in Hinterzarten trainieren und sich auf der Schanze bestens auskennen. Freuen dürfen sich die Fans auf die "einheimischen" Russen Dimitri Ipotan, Denis Kanilov und Dimitry Vassiliev. Die Nordischen Kombinierer gehen auf jeden Fall mit dem Schwarzwälder Lokalmatador und Olympiasieger Georg Hettich und Rony Ackermann mit den Inlineskates in die Sommerspur. Geplant ist sowohl der Start und das Ziel beim Skaterplatz im Bahnhofweg, was die Sichtweite zum Skisprung-Stadion garantiert. Der 2,5 Kilometer lange Rundkurs führt am Rathaus vorbei zum Windeckweg, Albert-Ketterer-Weg, Zartenbachweg und Alpersbacher Straße. Siebenmal müssen die Kombinierer diese 15 Kilometer lange Strecke absolvieren.

Der Qualifikationssprung ist für Freitag, 25. Juli um 14 Uhr vorgesehen. Am Samstag, 26. Juli, startet um 13 Uhr das Kombinationsspringen und um 14.45 Uhr heißt es wieder Laufen. Nichts geändert hat sich am Zeitplan der Spezialspringer. Stattfinden wird auch das FIS Jugend Springen. Verschoben werden muss allerdings das Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia". Zweite Standortprobe wird dann der FIS Grand Prix in Einsiedeln sein, bei dem ebenfalls wieder Springer und Kombinierer an den Start gehen. Dazwischen wird es noch in Obersdorf einen Wettbewerb geben. Großes verspricht sich auch Hinterzartens OK-Chef Hermann Wehrle. "Das ist ein Showdown, der es in sich hat und der uns als Veranstalter fordert", erklärt er. "Weltcup-Niveau zu bieten ist eine Herausforderung für Hinterzarten, die wir gerne annehmen", freut sich Wehrle auf das sportliche Juli-Wochende.

 
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