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Der Maler des Lichts PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Monday, 26. May 2008

Titisee-Neustadt - Der russisch- französische Maler Nocolas Barrera war ein Maler des Lichts.  Barrera, der im Jahre 2006 im Alter von 87 Jahren in Weil seine letzte Ruhestätte fand, malte zahlreiche Bilder vom Titisee und von der Region, die 1988 in einem Kalender zusammengefasst und veröffentlicht wurden.

Seine Werke sind großzügig, realistisch, stark atmosphärisch und poetisch. 50 seiner Bilder, darunter von der Basler Fasnacht, Akte, einzigartige Carmarque-Landschaften, Stilleben aber auch Landschaften um den Titisee und in der Region werden in einer Ausstellung im Kurhaus von Titisee präsentiert. Barrera studierte an der Leningrader Kunstakademie die klassische Ölmalerei und entwickelte später seinen ganz eigenen Stil. Viele seiner Werk entstanden in den Ateliers des französischen Midi in Mareseille und Les Saintes Maries de la Mer. Eine große Schaffensphase hatte Barrera auch in seiner Zeit in Weil im Dreiländereck. Ende der Achtziger Jahre entstanden bei Aufenthalten im Schwarzwald die Landschaftsbilder, die sehr subtil das Licht des Winters  oder die flammende Farbigkeit des Herbstes wieder geben. Der bekannte französische Schriftsteller und Filmregisseur Denys Colomb beschrieb Barreras Kunst folgendermaßen. „Er beherrscht nicht nur die Kunst, er meistert sie, er durchschaut seine Umwelt“. Barrera wurde 1919 in Tschernikoff in der Ukraine geboren. Sein Abitur machte er 1937 in Dnepropetrowsk. Im gleichen Jahr begann er in Petersburgdas Studium der Malerei und erhielt nur wenige Jahre später bereits erste offizielle Aufträge der UDSSR. Im 2. Weltkrieg flüchtete er nach Spanien und floh später vor dem Franco-Regime nach Frankreich. Er malte in Marseille und Paris. 1965 wählte er San- Marie-de-la-Mer als seinen Wohnsitz. Es folgten unter anderem Ausstellungen in Narbonne, Marseille, Paris, Avignon, Beziers. Nach der Heirat mit seiner deutschen Ehefrau Inken Vogt, pendelte er zwischen dem Dreiländereck und der Carmarque. Ausstellungen im Dreiländereck, Düsseldorf, München, Augsburg und Basel folgten. In dieser Zeit entstanden auch die großen Druckeditionen von Jahreskalendern im deutschsprachigen Raum. Die Ausstellung im Kurhaus von Titisee ist noch bis zum 26. Mai 2008 zu sehen.

 
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