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Alleskönner Unimog wirbt für Schwarzwald PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Tuesday, 12. February 2008

Schluchsee - Auf seiner Deutschlandtournee, die sich durch vierzehn Wintersportorte von Nord nach Süd bewegt, gastierte das Unimog-Team von Mercedes mit 20 verschieden ausgestatteten Unimogs auch am Schluchsee. Die Mangelware "Schnee" war der eigentliche Anlass für den gewichtigen Marktauftritt der Weltfirma Mercedes Benz, die ihren neuen Unimog 20 einem fachkundigen internationalen Publikum vorstellte.

 

 Schnee war so gut wie gar keiner vorhanden. Dieser musste nämlich erst vom Feldberg auf das Gelände an der Schluchseehalle gekarrt werden. Aber über 650 interessierte Kunden aus dem baden-württembergischen Kommunalbereich und aus verschiedenen Fachbetrieben folgten dennoch bereitwillig der Einladung von Mercedes, um sich Informationen aus erster Hand zu holen. 

Angereist waren auch über 60 Fachjournalisten aus Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich, die Mercedes in das Hotel "Vier Jahreszeiten" einlud, um diesen ebenfalls die verschiedenen Gerätekombinationen des Unimog U20 vorzustellen. Außerdem hatte Mercedes für die Journalisten ein abwechslungsreiches Begleitprogramm organisiert, bei dem neben dem Fachlichen auch der Unterhaltungswert zum Tragen kam. Sie durften selbst die Unimogs testen und machten im Hotel Vier Jahreszeiten Bekanntschaft mit der Schwarzwälder Fasnet. "Ich freue mich über das große Interesse an diesem Fahrzeug", betonte Werksleiter Martin Daum vom Unimogstandort Wörth, wo in der größten Lkw-Fertigung Europas über 750 Mitarbeiter damit beschäftigt sind, jährlich rund 2000 Unimogs herzustellen. Lediglich die Kabine, die im Baukastensystem gefertigt wird, kommt aus Brasilien. Über 6000 interessierte Kunden hatten sich bei der Deutschlandtournee über den U20 informiert. Hergestellt werden die unverwüstlichen Alleskönner im Mercedes Werk Wörth, nachdem sie rund 50 Jahre in Gaggenau gebaut wurden. "Der Unimog tut es lange und tut es immer noch", unterstrich Daum die sprichwörtliche Unverwüstbarkeit der zeitlosen Allrad-Allroundfamilie, die jetzt um den neuen Unimog U20 bereichert wurde. "Der Unimog füllt die Nische im kleinen Bereich aus", untermauerte er weiter die Kompetenz des Unimogs U20, der dort eingesetzt wird, wo der Allrad-Laster an seine Grenzen stößt und ein Traktor nicht weiter kommt. Wurde der Prototyp erst auf der IRA vorgestellt, konnten im Jahr 2007 bereits 2000 Fahrzeuge gebaut werden. "Wir glauben, dass das Jahr 2008 noch etwas besser aussehen wird", zeigte sich Daum mit Blick auf die Zukunft optimistisch. In über 170 Ländern wird der Unimog vertrieben. Allerdings kann der U20 nicht in allen Ländern eingesetzt werden, wie beispielsweise in den Ländern, in denen die Autos rechts gelenkt werden. "Die Aktion USA wurde ebenfalls abgebrochen, weil die Konzepte Umweltschutz zu stark auseinandergehen", informierte Daum. "Der Vertrieb wird in Zukunft vor allen Dingen auf Zentraleuropa und den osteuropäischen Markt gerichtet sein", erklärte er weiter. Großen Anteil am Unimog-Markt hat auch das Militär. "Dieser Marktanteil macht 35 bis 40 Prozent aus", informierte Daum.

Dass der Unimog nicht nur überall mit seinen vielen Zusatzgeräten zum Arbeiten eingesetzt wird, sondern sich zahlreiche Fans aus allen Bevölkerungsschichten für den "Unverwüstbaren" finden, beweisen die vielen Unimogbesitzer, die sich einen Oldie gesichert haben. "Ich fahre selbst einen 55 Jahre alten Unimog", verriet Daum als begeisterter Unimogler. Die quicklebendige Legende entstand 1945 aus der Idee von Albert Friedrich, Leiter der Flugmotoren-Konstruktion bei Daimler-Benz, ursprünglich als geländegängiger Ackerschlepper. Die Serienfertigung des "Universal-Motor-Gerät", kurz Unimog, begann 1948 beim Maschinenbau-Unternehmen Gebrüder Boehringer in Göppingen. Die nachgefragten Stückzahlen machten hohe Investitionen erforderlich, weshalb Daimler-Benz im Herbst 1950 das Unimog-Geschäft übernahm. Produziert wurde er erstmals 1951 in Gaggenau, wo auch 1955 das Modell Unimog S startete. Es folgte 1963 die mittlere Baureihe 406 und ab 1974 gab es den Unimog auch in schweren Varianten. Es folgte ab 2000 die neue Geräteträger-Generation U 300 bis U 500 und 2002 kamen die neuen hochmobilen Fahrgestelle U 3000 und U 5000 hinzu. Heute besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Geräteherstellern, wie beispielsweise mit der Firma Schmid in St. Blasien und zahlreichen anderen Firmen, die die Zusatzgeräte für den Unimog produzieren.

 
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