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Löffingen - Die „Falknerei“ übt auf die Menschen eine ganz eigene Faszination aus, der sich so schnell niemand entziehen kann. Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Vogel ist allerdings das Ergebnis harter Arbeit. Einer, den man auch einen „Vogelflüsterer“ nennen könnte, ist der Löffinger Falkner Franz Ruchlak.
In den nächsten Wochen ist der Löffinger Falkner, der sonst das ganze Jahr über im Schwarzwald Park Löffingen gastiert, mit sieben seiner Vögel bei verschiedenen Flugvorführungen in der Region zu beobachten. „Die Einnahmen aus den verschiedenen Flugvorführungen kommen einem sozialen Zweck zugute“, unterstreicht Ruchlak im SÜDKURIER-Gespräch. „Eine Vorführung, deren Einnahmen an das Haus Lebensheimat in Reiselfingen gespendet werden, ist am Sonntag, 9. Dezember, um 15 Uhr in Dittishausen auf dem Sportplatz“, informiert er weiter. Eine weitere Vorführung, die der 56-Jährige zugunsten des Bachheimer Kindergartens veranstaltet, ist im Februar auf der Wiese am Kindergarten geplant. „Der Kindergarten will sich verschiedene Spielgeräte anschaffen und da gebe ich gerne etwas dazu“, freut sich Ruchlak, der seit 17 Jahren hauptberuflich als Falkner arbeitet. Im Winter nimmt sich der profunde Vogelkenner gerne die Zeit, um die Kenntnisse seiner erfahrenen Flugkünstler auch außerhalb Löffingens zu präsentieren. So können sich die Gäste des Hotels „Vier Jahreszeiten“ in Schluchsee über die Weihnachtszeit und im neuen Jahr schon einmal drei Flugvorführungen vormerken. „Für einen guten Zweck gastiere ich auch am 17. Februar 2008 mit meinen sieben Greifvögeln, verschiedenen Falken, einem Bussard, meinem jungen Adler Samson und meiner Eule Gundi in der Kinderkrebsnachsorge-Klinik in Tannheim“, freut sich der Vogelflüsterer auf diese weitere soziale Aktion.Einer seiner Lieblingsvögel ist der erst ein halbes Jahr alte Steppenadler Samson, den er sich als Ersatz für den wertvollen „Seeadler“, der vor zwei Jahren von Dieben gestohlen wurde (der SÜDKURIER berichtete mehrfach), angeschafft hat. „Ich besitze ihn seit September, habe ihn gleich eingeflogen und er ist sehr gelehrig“, verrät er über seinen jüngsten gefiederten Freund. Bei den Vorführungen im Schwarzwaldpark war Samson schon gleich der Star. „Er sitzt selbstbewusst auf dem Falknerhandschuh, ist richtig handzahm und lässt sich auch sehr gerne streicheln“, unterstreicht Ruchlak die Vorzüge des friedlichen Steppenadlers, dessen Gefieder weich in der Sonne glänzt. Samson hat auch schon überregionale Showerfahrung, war er doch auf der Tourismusmesse, die Ruchlak besuchte, um für den Schwarzwaldpark zu werben, der „Messestar“. „Alle wollten ihn fotografieren und er genoss die Publicity sichtlich“, erklärt Ruchlak stolz, der in Zukunft seine Vögel auch in Schulen vorführen möchte. Neben dem Domizil seiner Greifvögel im Schwarzwaldpark, hat sich der Falkner in Bachheim von der Gemeinde ein Grundstück gepachtet. Dort haben ein paar Heidschnucken, Ziegen, Truthähne, Hühner, Gänse, sein Kolkrabe, ein kleines Käuzchen und ein paar Bussarde eine Heimat gefunden. „Das ist vor allen Dingen das Hobby meines Sohnes Peter, der ein großer Tierliebhaber ist“, sagt Ruchlak. Auch Ruchlak kommt öfters in das Gehege, weil er dort ganz in Ruhe die Tiere beobachten kann. Manchmal bringt er auch seinen großen, jagderfahrenen Steinadler „Aisha“ mit, den er seit vielen Jahren besitzt und der nur zu gerne in der Nähe seines Besitzers ist.
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