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Neue Hoffnung für Outlet-Center PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Tuesday, 20. September 2005

Löffingen - Die Löffinger Firma IMS Connector Systems lässt mit ihren Plänen, in ihren leerstehenden Firmenräumen ein Outlet-Center einzurichten, nicht locker. Gestern informierten Connector-Chef Günter Möbius und das mit der Projektumsetzung beauftragte Ingenieurbüro Kaltenbach (ISK) aus Hinterzarten Wirtschaftsminister Ernst Pfister sowie die Fraktionsvorsitzenden des Löffinger Gemeinderates genauer über das Projekt.

Sollten die Outlet-Center-Pläne tatsächlich zum Tragen kommen, würden dort nach Aussagen von Günter Kemper von der Firma ISK, auf einer Gesamtverkaufsfläche von zirka 6000 Quadratmetern ein Gastronomiebetrieb und 21 Geschäfte mit dem Schwerpunkt Bekleidung eingerichtet werden. Damit würden 58 Vollzeitkräfte und 35 Teilzeitkräfte in Löffingen einen Arbeitsplatz finden. Kemper rechnet mit einem Investitionsvolumen für die Erwerbs- und Baukosten von 9,8 Millionen Euro. Möbius unterrichtete Pfister, dass in dem Löffinger Betrieb, der einmal 350 Mitarbeiter beschäftigte, nichts mehr produziert werde, sondern die Produktion sich in Ungarn und in China abspiele. "Wir produzieren nicht mehr im Inland, sondern im Ausland", informierte er den Wirtschaftsminister. "Löffingen ist der Stammsitz und das Herz der Firma, die unter anderem Koaxialstecker für Handys produziert", sagte er weiter.
"Wir sind hier noch 60 Mitarbeiter, die in der Forschung und Entwicklung, Marketing und Vertrieb arbeiten und wir sind darauf angewiesen, unsere hochqualifizierten Mitarbeiter am Standort Löffingen zu halten, weil es an den anderen Standorten der Firma massive Schwierigkeiten gibt, qualifiziertes Personal zu finden", untermauerte Möbius zum besseren Verständnis des Wirtschaftsministers. Das Problem sei jetzt die relativ große Liegenschaft, für die eine Bauvoranfrage gestellt worden sei, um das brachliegende Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen.
Pfister, der sich in der Vergangenheit mehrmals gegen ein "Outlet-Center" in der Baarstadt ausgesprochen hatte (wir berichteten), betonte, dass er sich ein Bild verschaffen wolle. Er sei dankbar für die Grundsatzentscheidung, den Kopf des Unternehmens in Deutschland zu belassen. Dass die Basis hier bleibe und nicht nach China gehe, habe nichts mit der guten Luft zu tun, sondern damit, dass man hier geeignetes Personal für Führungsaufgaben findet, erklärte er weiter und wollte wissen, ob man schon Kontakt mit dem Regionalverbund aufgenommen habe. "Wir haben auf das Gespräch mit ihnen gewartet", erklärte Bürgermeister Frank Schmitt.
ISK-Mitarbeiter Kemper ließ wissen, dass bisher alle Projekte gelungen seien und Projekte nur dann scheiterten, wenn die Genehmigungen zu lange dauerten. "Grundvoraussetzung für die Umsetzung ist erst einmal eine Genehmigung, aber da läuft man im Prinzip oft gegen die Wand", bedauerte er. Das Regierungspräsidium sei dem Projekt gegenüber zwar aufgeschlossen, könne es aber nicht genehmigen. Dies müsse von Stuttgart ausgehen. "Ein positives Votum liegt aber für die Verkehrsanbindung vor", ließ Kemper weiter wissen.
Weiter informierte er darüber, dass der Planung für die Verkehrsanbindung über die Dittishauser Straße und die Nutzung der Unterführung eine gemeinsame Planung mit dem Löffinger Ingenieurbüro Riede zugrunde liege. Eine zusätzliche Spange biete die Möglichkeit, "Park- and Ride-Plätze" zur Verfügung zu stellen. Auf die Vorteile eines Outlet-Centers für den Tourismus ging abschließend noch einmal Möbius ein. "Zu uns kommen viele internationale Firmenbesucher. Meistens wollen sie lieber als einen ganzen Tag die Wutachschlucht besuchen, noch einen halben Tag zum Shoppen in das Outlet-Center nach Metzingen", machte er deutlich.
In einer nichtöffentlichen Sitzung wurde schließlich weiter über das Projekt diskutiert.

 
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