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Von wegen toter Stein ! PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Sunday, 9. October 2005

Saig - Steine sind keine toten Gegenstände. Im Gegenteil. Felsen und Gesteine waren in Verbindung mit Mineralien und Kristallen die ersten "Lebewesen" auf unserer Erde. Sie haben sich entwickelt und sind, wenn auch nur ganz langsam, gewachsen.

"Die Edelsteine und Kristalle" sind die reinsten Steine", betont Attilio Astarita, der die Schwingungen und die Farbkraft der Steine genau kennt und sie als Wohlfühlfaktor einzusetzen weiß.
Im Lenzkircher Ortsteil Saig betreibt der 61-jährige steinekundige Italiener aus Sorent sein Geschäft mit Therapie-, Heilsteinen, Ammoniten und sachkundigen Büchern. Nächtelang hat er Bücher studiert, um mehr über die Wirkungsweise von Turmalin, Moldavit, Rhodochrosit oder anderen Steinen herauszufinden.
Seine Kundschaft schätzt seinen Rat und findet aus ganz Deutschland den Weg zu ihm in den Schwarzwald, wo er seit 27 Jahren lebt. "Bereits in der Steinzeit wurden die heilenden Eigenschaften bestimmter Steine erkannt", unterstreicht der Steinemann, der schon den gesamten Schwarzwald zu Fuß durchwandert hat und genau die Stellen kennt, wo alte Steine zu finden sind. Am Wochenende hält ihn nichts zu Hause, weil er dann auf Steinesuche geht. Oft wandert er in das Wutachgebiet, wo er sich wie in der eigenen Hosentasche auskennt. Dort sucht er nach Bergrutschen, aber auch nach Straßenbauarbeiten die Muscheln, Steine, Ammoniten und Wasserfrauenkristalle, die man in seinem Geschäft kaufen kann.
"Die Wasserfrauenkristalle sind die Bergkristalle der Wutach", erklärt er fachkundig. Sie befreien den Menschen von Blockaden und lassen die Energie besser fließen", verrät er weiter. Jeder Klavier- oder Orgelspieler sollte diesen Stein besitzen, weil er für eine bessere Gelenkigkeit der Finger sorgt.
Die gefundenen und gereinigten Muscheln, aber auch Bergkristalle, Rosenquarze und Amethyste reichern das Wasser an und geben ihm seine ursprüngliche Struktur und Kraft zurück, die es durch den Weg über Leitungen zum Wasserhahn verliert. Außerdem sorgen sie für eine bessere Energieverteilung im Körper.
Einmal im Jahr reist der Italiener in sein Heimatland und besorgt dort wunderschöne, durchsichtige, klare Bergkristalle und andere Edel- und Heilsteine, die er selbst in Ketten fasst. "Seinen Trägern vermittelt der Bergkristall mehr Harmonie und soll vorbeugende und reinigende Eigenschaften auf die Blutgefäße haben", erklärt er. "Schon als Kind bin ich mit meiner Großmutter erfolgreich Bergkristalle suchen gegangen", erinnert er sich. Wie der Achat vermittelt ein Bergkristall, der im Haus mit der Spitze nach oben aufgestellt wird, Kraft und Energie für das ganze Heim.
"Die Indianer legten ihren Neugeborenen zum Schutz vor allem Bösen einen Kristall in die Wiege", informiert er. Das Wissen seiner Großmutter über Steine hat sich Attilio nach und nach angeeignet und im Laufe der Zeit um das eigene Wissen erweitert. Heute kennt er alle Heilsteine und weiß sie einzusetzen.
Sein Lieblingsstein ist der "Almandin", ein Granatstein, der aus Tibet kommt. "Je älter der Stein ist, um so mehr Kraft hat er", ist er sich sicher. Ein Granat muss aber nicht unbedingt rot sein. Es gibt weiße, blaue und grüne. Falsche Freunde werden durch ihn vertrieben und er verhilft seinem Träger zu mehr Willenskraft und Selbstvertrauen.
Eines ist sicher, wer Attilio in Saig besucht, findet für sich den passenden Stein. Allerdings kann es sein, dass er mit einer festen Vorstellung das kleine Geschäft betritt, es aber mit einem ganz anderen Stein verlässt. Attilio sieht seinen Kunden zuerst in die Augen und sagt ihnen dann, welcher Stein wirklich der Richtige ist.

 
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