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Löffingen - Der bekannte Maler Otto Erich Döbele präsentiert am Wochenende, 26. und 27. November, Querschnitte seines umfangreichen Werkes an Grafiken, Plastiken und Objekten in den Räumen des Schwarzwaldparkhotels in Löffingen.
Döbele, der im Mai nächsten Jahres 90 Jahre alt wird, lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Hinterzarten, wo er zusammen mit seiner Ehefrau, der Journalistin Monika Döbele-Brandenstein, das Atelier "DOMAR" am Adlerweg 2 eingerichtet hat.
Schon früh fühlte sich der in Schopfheim geborene Künstler zur Kunst hingezogen, geprägt von seiner Mutter, die selbst gerne zeichnete und Gedichte schrieb. "Ich erinnere mich noch genau daran, wie meine Mutter am Tisch saß und zeichnete", unterstreicht Döbele, der zu den stillen Künstlern gehört und der sich auch heute noch, obwohl er durch eine Krankheit eine Pause einlegen musste, gerne in sein Atelier zurückzieht, um dort seinem Schaffensdrang freien Lauf zu lassen. Am Gymnasium in Schopfheim erhielt er Unterricht von Zeichenlehrer Strub. "Für mich war eigentlich schon früh klar, dass ich einmal die künstlerische Laufbahn einschlagen wollte und das war für das Umfeld nicht so einfach, weil in meiner Jugendzeit ein Künstler in der Familie nicht unbedingt den Idealvorstellungen entsprach, weil damit kein Geld zu verdienen war", erinnert er sich etwas verschmitzt.
Später besuchte er die Kunstgewerbeschule in Basel. Danach absolvierte er eine Holzbildhauerlehre und anschließend war er Schüler an der Kunstakademie in München. Döbeles künstlerisches Schaffen wurde jäh vom Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Später folgten Studienreisen durch die Schweiz, Italien und Spanien. Tiefen Eindruck hinterließen die Begegnungen mit Alberto Giacomette und Etienne Martin.
Ganz entscheidend geprägt hat seine Arbeit eine Reise, die er anfangs der 70-er Jahre durch die USA unternahm. "Die Kunst, die ich dort sah, beeinflussten meine weitere Arbeit ganz entscheidend", sagt Döbele, dessen Werke bereits in Ausstellungen in Paris, Baden Baden, Lahr, Schopfheim und Hinterzarten zu sehen waren.
Seine Monotypien, vertreten in Kopfstudien und Aktfiguren, die in den 40-er Jahren entstanden sind, zeigen zunächst noch recht konventionelle Wege. Die graphisch aufgebauten Pappkollagen und die sehr ausdrucksstarken Papierreiskollagen verwendete er auch auf größeren Formaten, wobei er Pappe und Sprühdose als favorisiertes Werkmaterial verwendete. In seinen neueren Arbeiten fand die Natur wieder einen Platz.
Einen großen Raum gab Döbele der Plastik, in denen Pappe, Holz und Schnüre, aber auch Haushaltsgegenstände verwendet werden und erst bei genauerem Hinsehen sieht der Betrachter, dass die metallgleichen Plastiken nur aus Pappe sind.
Döbeles Talent besticht durch seine Vielfalt und seine bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Seine Werke zeigen die Entwicklung von Fläche zum Raum und von stark graphischen Kompositionen. Bei Plastiken ist seine Liebe zur Geometrie und zur Farbe unübersehbar.
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