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Österreicher auf Siegesflug PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Monday, 23. January 2006

Titisee-Neustadt - Von der besten Seite zeigte sich die in Sachen „Skispringen“ versierte Wälderstadt Titisee-Neustadt, wo am Wochenende der FIS Continentalcup über 3000 Zuschauer an die Hochfirstschanze lockte. Strahlender Sonnenschein und die gute Stimmung der Fans ließen vergessen, dass dieses Mal im Schmidsbachtal nicht der große FIS-Weltcupzirkus Station machte, sondern sich lediglich die zweite Garde der Weitenjäger die Ehre gab.

net-skispringenAm Samstag dominierten bei diesem Springen vor über 1200 Zuschauern die Österreicher, die den Sieg unter sich ausmachten. Den ersten Stockerlplatz ersprang sich Bastian Kaltenboeck mit Weiten von 136 und 129,5 Metern, gefolgt von seinem Landsmann Roland Müller, der im zweiten Durchgang mit 138 Metern am weitesten flog. Als dritter im österreichischen Bunde sprang Mathias Hafele mit zwei guten Sprüngen mit 129,5 Metern auf das Siegerpodest.
Das Springen am Sonntag endete mit einem doppelten Erfolg für die Österreicher: 131 und 130,5 Meter sprang am Sonntag Gerald Wambacher (wurde am Samstag Sechster) vor Bastian Kaltenboeck, der auf 127,5 und 130 Meter kam). Mit 126 und 129 Meter wurde der Finne Arttu Lappi am Sonntag Dritter.
Der deutsche Nachwuchs brachte an beiden Tagen jeweils vier Springer ins Finale der besten dreißig. Bester Deutscher war auch am Sonntag wieder Andreas Wank, der mit Weiten von 119 und 126,5 Meter auf Rang acht landete. Lokalmatador Niko Faller wurde am Sonntag 28., am Samstag war er als 29. ebenfalls im Finaldurchgang.
Zu den gut gelaunten Fans, die mit "zieeeehhhh" alle Springer egal welcher Nation fair anspornten, gesellten sich neben Neustadts Bürgermeister Armin Hinterseh auch SPD-Landesvorsitzende Ute Vogt, Landrat Jochen Glaeser sowie die Hochschwarzwälder Landtagsabgeordneten Klaus Schüle (CDU) und Gustav Adolf Haas (SPD). Ute Vogt, die sich sehr für Skispringen interessiert, erklärte bei dieser Gelegenheit ihre Verbundenheit mit dem Sport und betonte, dass solche Events und Einrichtungen wie die Skisprungschanze in Titisee-Neustadt wichtig für die Region und für den Tourismus seien.
Unter den Zuschauern war am Wochenende auch der russische Trainer Wolfgang Steiert auszumachen, der mit Freundin Brigitte dem Springen interessiert zusah, zumal beim COC für die Nachwuchsspringer die Möglichkeit besteht, bei gutem Abschneiden in den Weltcup zu springen, wie es Kabelev Valerij, der in Neustadt startete, bereits in seiner Karriere als Skispringer den Jungstars voraus hat.
Ein wenig enttäuschend für Veranstalter und Zuschauer war die Tatsache, dass bekanntere deutsche Skisflieger die Wälderstadt links liegen ließen. Allerdings spielten die Deutschen am Samstag an der Hochfirstschanze um den Kampf der Podiumsplätze keine Rolle. Andreas Wank, im ersten Durchgang noch mit einem Sprung von 128,5 Metern auf Rang drei liegend, stürzte und fiel im zweiten Durchgang auf Platz sieben zurück.

 
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