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Titisee-Neustadt - Mit Leben erfüllt wird jetzt der markante Neubau des renommierten Lenzkircher Messgeräteherstellers Testo, der in ein neues Betriebsgebäude an der Bundesstraße 31 in Titisee-Neustadt 26 Millionen Euro investiert. Bis Ende des Jahres werden dann am neuen Standort Titisee insgesamt 245 Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz finden.
Umziehen von Lenzkirch nach Titisee dürfen bereits Anfang nächster Woche 45 Mitarbeiter der Abteilungen Fertigung Wärmebildkamera und Leiterplattenfertigung. Derzeit sind im Lenzkircher Werk und in Kirchzarten bei einem Umsatz von 190 Millionen Euro zirka 1100 Mitarbeiter beschäftigt. Testo-Vorstandsvorsitzender Burkart Knospe und Vorstand Lothar Walleser, der die Neubauten in Titisee und auch in Kirchzarten, wo vier Millionen Euro investiert werden, überwacht, informierten gestern über den Baufortschritt des jüngsten Testo-Kindes. "Wir investieren pro Arbeitsplatz 85000 Euro, um für das erwartete Wachstum gerüstet zu sein und um neue Leute einstellen zu können", unterstrich Knospe seine Firmenphilosophie, sowohl in die Forschung, als auch in den Mensch und seinen Arbeitsplatz zu investieren. Das neue Gebäude brauche man, weil es in Lenzkirch einfach zu eng geworden sei, so Knospe mit Blick auf weitere einhundert geplante Arbeitsplätze.
"Unser Bestreben ist es, sowohl in Titisee, als auch in Lenzkirch Platz zu schaffen, um wieder sukzessiv einstellen zu können", unterstrich er die derzeitige beengte Arbeitsplatzsituation im Lenzkircher Testo-Gebäude. "Seit Fertigstellung des Gebäudes in Lenzkirch im Jahr 2007 sind 370 neue Mitarbeiter dazugekommen", verdeutlichte er die gute Auftragssituation, die ihn optimistisch in die Zukunft blicken lässt und weitere Investitionen nach sich zieht. Obwohl das Gebäude in Titisee noch gar nicht bezogen ist, liegen die Pläne für eine erneute Erweiterung des Betriebes schon in der Schublade. Schließlich avisiert Knospe für die weiteren Jahre eine positive Umsatzentwicklung. Bereits für das Jahr 2011 strebt er mit seinen Mitarbeitern einen Umsatz von 215 Millionen Euro an. "Schon jetzt nach den ersten sechs Monaten liegt Testo mit einer Umsatzsteigerung von 13 Prozent leicht über Plan", verdeutlichte er. Ein weiteres Wachstum sei vorgesehen, sonst wäre es nicht notwendig, für 1500 weitere Mitarbeiter einen Gewerbebetrieb zu erstellen, unterstrich er seinen positiven Blick in die Zukunft. Und wenn es so weitergeht, reicht der jetzt geschaffene Platz gerade mal für zwei Jahre aus.
Obwohl das neue Testo-Gebäude von außen bereits fertiggestellt aussieht, gibt es innen noch einiges zu tun. Bis Ende des Jahres können alle 245 Mitarbeiter inklusiv der zentralen Forschungen mit 16 Personen und der Zentralentwicklung mit 25 Personen ihren neuen und begehrten Arbeitsplatz in Titisee beziehen. Wie begehrt ein Arbeitplatz in Titisee aufgrund der guten Verkehrsverbindung ist, verdeutlichte Knospe: "Wenn wir jemanden einstellen, wird gleich gefragt, ob er in Titisee arbeiten kann". Als Zellteilung bezeichnete Knospe das bei Testo praktizierte Prinzip, immer wieder junge Leute in Verantwortung zu nehmen, damit sie sich entwickeln können, um von innen heraus Führungspositionen begleiten zu können. Momentan beschäftigt Testo 65 Auszubildende, um den Nachwuchs im eigenen Betrieb zu fördern.
Testo ist auch bei den Arbeitnehmern begehrt. "Die Bewerbungen haben sich in den letzten drei Jahren verdreifacht", erklärte Knospe, der ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass in Lenzkirch auf keinen Fall Stellen abgebaut werden.
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