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Ferien machen ohne Allergie PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Wednesday, 13. April 2011

Hochschwarzwald - "Allergiefreundlicher Hochschwarzwald" ist ein Thema, mit dem die Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) Hotels, Besitzer von Ferienwohnungen, Restaurants und Gasthäuser und andere Dienstleister sensibilisieren möchte, um mit dem ECARF-Qualitätssiegel für allergiefreundliche Produkte auch jüngere Touristen für den Schwarzwald zu begeistern (wir berichteten).

 

"1200 touristische Betriebe und Dienstleister wurden dazu angeschrieben", informierte Lothar Burghardt von der HTG, der im Anschluss der Mitgliederversammlung der "Heilklimatischen Kurorte" zu einer diesbezüglichen Informationsveranstaltung eingeladen hatte. Allerdings folgten gerade mal eine Handvoll Interessierter den Ausführungen von Anja Bode von der Stiftung ECARF, die über die Bedingungen einer Zertifizierung informierte. Bode, die bereits in Bad Hindelang erfolgreich Vorarbeit für eine Zertifizierung geleistet hatte, betonte, dass es das Ziel sei, auf möglichst einfache Art und Weise ein brauchbares Standardangebot für Allergiker zu schaffen. "Allergiker sind nicht nur Patienten, sondern auch Verbraucher", verdeutlichte sie. "Alleine 174 Millionen Menschen in der Europäischen Union leiden unter Heuschnupfen, 25 Millionen unter Nahrungsmittelallergien und weitere 25 Millionen müssen in ihrem Leben mit einer Neurodermitis zurechtkommen", untermauerte die Fachfrau den Bedarf an allergiefreundlichen Urlaubsgebieten. Ein Siegel könne grundsätzlich jedes Produkt erhalten, wenn es nur das Leben der Allergiker verbessere und der pragmatischen alltagstauglichen Orientierung diene. "Das kann schon beispielsweise beim Bäcker anfangen, wenn er ein gluteinfreies Brot in seinem Angebot hat", erläuterte Bode. Dabei sei es wichtig, dass die zertifizierten Produkte nicht erheblich teuerer seien, als die anderen Produkte, nahm sie die Bedenken einer damit verbundenen Kostensteigerung. Das Siegel solle für zwei Jahre vergeben werden, dann wird wieder neu geprüft, ob es weiter zugestanden werden kann. Wichtig dabei ist auch die Transparenz, damit der Gast gleich erkennen kann, was in den Produkten ist oder wie allergiefreundlich die Zimmer ausgestattet sind.

Ein weiterer wichtiger Faktor für Allergiker ist ein gut sichtbares Siegel, das beispielsweise allergiefreundliche Hotels oder andere Unterkünfte kennzeichnet. "Bei einer allergiefreundlichen Kommune tun sich gleich ganz andere Möglichkeiten auf", beteuerte Bode. Bereits im am 16. Mai wird Bad Hindelang als erste Pilotgemeinde das Zertifikat erhalten. Darüber informierte Bürgermeister Maximilian Hillmeier. "Wir sind momentan voll in der Umsetzung und konnten insgesamt 60 Betriebe dafür begeistern, was aber nicht bedeutet, dass die Versorgungsstruktur unter einer Käseglocke ist", freute sich Hillmeier, der dem Projekt Alltagstauglichkeit bescheinigte. Allerdings wird im Hochschwarzwald noch viel Aufklärungsarbeit vonnöten sein.

 
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