| Trauer um Arzt |
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| Geschrieben von Angéle Kerdraon | |
| Wednesday, 2. March 2011 | |
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Titisee-Neustadt - Der beliebte Mediziner und Buchautor Rudolf Köster verstarb nach langer Krankheit im Alter von 89 Jahren. Der weit über die Region hinaus bekannte Arzt leitete 24 Jahre lang das Gesundheitsamt in Neustadt und war ein Mediziner aus Leidenschaft.
In zahlreichen Vorträgen gab er praktische und psychologische Lebenshilfe, die dankbar angenommen wurde. In seinen insgesamt zwölf Büchern nahm er sich den zwischenmenschlichen Beziehungen und Konfliktsituationen an. Sein Anliegen war es, den Menschen Orientierungshilfe für das Leben an die Hand zu geben. Für Köster war der enge Kontakt zur Bevölkerung ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit. Fast jedes Kind im Hochschwarzwald wurde in seiner Zeit als Amtsarzt von ihm gegen Pocken geimpft und kann sich gut an das Verständnis Kösters erinnern, der für jedes Kind ein gutes Wort übrig hatte und die Tränen trocknete. Köster arbeitete auch als Facharzt für Hautkrankheiten, in der Gynäkologie und in der Sozialmedizin. "Gegen seelische Schmerzen gibt es keine Schmerztabletten", sagte er aus seiner medizinischen Erfahrung. Köster wurde am 3. April 1921 in Manderscheid in der Eifel geboren. Er war der Sohn eines Forstmeisters und absolvierte 1939 in Halle an der Saale sein Abitur. Es folgte die Einberufung zum Reichsarbeitsdienst im Sanitärkorps der Luftwaffe. 1940 wurde er in die Ärztliche Akademie der Luftwaffe in Berlin aufgenommen und nahm sein Medizinstudium auf. Nach dem Physikum 1941 wurde er in ein Lazarett an der Ostfront versetzt. 1944 legte er das Staatsexamen ab und wurde als Sanitätsoffizier der Luftwaffe an die Ostfront versetzt. Der kurzen russischer Gefangenschaft folgte 1947 eine Arztstelle im Waldkrankenhaus Düben/Mulde. Danach wurde er 1950 zum Gutachter für das Versorgungsamt bestellt. 1962 übernahm er die Leitung des Gesundheitsamtes Neustadt. 1972 wurde er zum Olympiaarzt nach München berufen. Bis ins hohe Alter war das Radfahren seine Leidenschaft. |
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