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Was Löffingen für seine Bürger so reizvoll macht PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Wednesday, 2. March 2011

Löffingen - Mit der Baarstadt Löffingen eng verbunden fühlt sich Rudolf Gwinner. Der 56-jährige Realschullehrer, Heimat-, Brauchtums- und Fastnachtsforscher lebt sehr gerne hier und schätzt sein kleines historisches Heimatstädtchen, das genau an der Grenze zwischen dem Schwarzwald und der Baar liegt.

"Besonders gut gefällt mir die Überschaubarkeit der Gemeinde, das gemütliche, heimelige Innenstädtle, die kurzen Einkaufswege und dass man sich hier noch kennt, was ein gewisses Wohlbefinden schafft", verrät der Heimatforscher über die Vorzüge seines Wohnortes. Er weiß genau, warum er hier lebt, wenn er auch schon mal vor zehn Jahren damit geliebäugelt hat ins Oberschwäbische zu ziehen. "Ich bin aber wieder davon abgekommen, weil ich doch erkannt habe, dass ich ziemlich stark an Löffingen hänge", erinnert er sich.

Löffingen ist nicht nur ein schönes Städtchen, sondern bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten, wie das Wandern in der angrenzenden Wutach-, Gauchach- und Rötenbachschlucht oder rund um das Feldberggebiet. Außerdem verweist der Heimatliebhaber auf die Bademöglichkeiten im Waldbad Löffingen, im Freibad und im Hallenbad Dittishausen. "Für Menschen die lieber in einem See baden, liegt der Kirnbergsee direkt vor der Haustüre", lobt er die vielseitigen Bademöglichkeiten. Große Erwartungen setzt Gwinner in das Badeparadies in Titisee. Schön ist für ihn auch, dass es nicht weit in die Schweiz, ins Elsass oder nach Vorarlberg ist. Zufrieden zeigt sich der Löffinger außerdem mit dem kulturellen Angebot seiner Stadt, die durch ihre Nähe an Feiburg das ganze kulturelle Spektrum bietet.

"Ganz toll finde ich, dass es in den letzten Jahren in Löffingen zahlreiche Open Air Veranstaltungen gab, die von der Bevölkerung gerne angenommen wurden", freut er sich. Natürlich ist die Fastnacht eine total wichtige Jahreszeit sowohl für die Einwohner des Baarstädtchens als auch für Gwinner, der sich als Landschaftsvertreter der Baar der Fastnachtslandschaft der Vereinigung Schwäbisch Alemannischer Narrenzünfte, im närrischen Brauchtum wie kein anderer bestens auskennt.

Ein besonderes Plus, dass das Wohnen auch für die Jugendlichen in Löffingen liebenswert macht, sieht er im stark ausgeprägten Vereinsleben, das sich durch eine ausgezeichnete Jugendarbeit hervorhebt. Die Grundsteine für die Anbindung an Löffingen werden bereits in den Kindergärten gelegt. "Wir besitzen in Löffingen als auch in jedem unserer insgesamt sechs Ortsteile einen Kindergarten und verschiedene Grundschulen, das ist enorm wichtig", unterstreicht er.

"Für das Leben und Wohnen in Löffingen spricht auch die Tatsache, dass wir hier eine Werkrealschule, eine Realschule und natürlich eine Grund- und Hauptschule besitzen", informiert er nicht ganz ohne Stolz. Ein weiterer wichtiger Plusfaktor sind für ihn die modernen Sportstätten in allen Ortsteilen sowie der Sportpark Haslach mit der neuen Dreifeldhalle, die alles bietet, was ein Sportlerherz glücklich macht. Besonders schön empfindet der Brauchtumsforscher, dass im Baarstädtchen "Tradition" noch groß geschrieben und im Einklang von Jung und Alt gelebt wird. Ein wenig besorgt blickt er in die Zukunft, zum einen, weil auch in seiner Stadt ein leichter Rückgang der Einwohnerzahlen zu verzeichnen ist und zum anderen, weil er die Grundversorgung des ländlichen Raumes in punkto Ärzte und Einzelhandel gefährdet sieht.

Gerne hätte es Gwinner, wenn es in Löffingen ein breiteres Angebot von qualifizierten Arbeitsplätzen geben würde, um der Flucht in die Großstadt entgegenzuwirken. Als ärgerlich empfindet er das nachlassende Interesse an Gottesdienstbesuchen. "Wenn Weihnachten ist, dann sind die Kirchen mit Konsumchristen voll", beklagt er. Außerdem passt es ihm nicht, dass die ethischen Mahnungen in unserer Gesellschaft immer mehr überhört werden und der Egoismus immer stärker wird. "Aber das ist wohl überall so", resümiert er etwas nachdenklich.

Doch dann verrät er mit erhellter Miene sein Lieblingsplätzchen im Städtle. Es ist die Freiterrasse am CafÚ Fuß: "Hier sitze ich am liebsten, beobachte das Geschehen und bin ganz nah bei den Leuten, die mich oft ansprechen und mir ihre Sorgen mitteilen, die ich dann in meiner Gemeinderatsarbeit umsetzen kann, was mir manche Arbeit erspart", strahlt Rudolf Gwinner, der eigentlich ganz schön in seine Stadt verliebt ist.

 
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