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Das "Bärbele" kommt wieder PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Wednesday, 12. January 2011

Titisee-Neustadt - Die Operette "Schwarzwaldmädel", deren Aufführung in der gesamten Region für Gesprächsstoff gesorgt hat, soll, sofern das Aufsichtsratsgremium der Hochschwarzwald Tourismus GmbH damit einverstanden ist, auch im nächsten Jahr wieder die Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt beleben. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es an der Geschichte, weil nach Aussagen von Thorsten Rudolph, Leiter der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, lediglich 3500 Eintrittskarten anstelle der vorgesehenen 7200 Karten verkauft wurden.

 

"Wir als HTG werden wohl leider eine rote Null schreiben müssen, weil sich die anfallenden Kosten zwischen 180000 Euro und 200000 Euro belaufen", bedauerte Rudoph, der die endgültigen Zahlen noch nicht kennt.

Eine schwarze Null hingegen, aber keinen Gewinn, kann die Familie Keitel mit ihrer in Stuttgart ansässigen Firma "New European Festival GmbH" melden.

"Hätte das Wetter besser mitgespielt, wären wahrscheinlich viel mehr Zuschauer gekommen. Leider führten auch die schlechten Wetterprognosen, die ständig im Radio zu hören waren, dazu, dass sich die Operettenfreunde lieber zuhause aufhielten als draußen an der Hochfirstschanze", ist sich Rudolph sicher. "Wir hatten Hunderte von Anfragen, aber die Leute wollten abwarten wie sich das Wetter entwickelt", bedauert er.

Ein anderer Grund, der Aufführung fernzubleiben, war für einige Einheimische auch die Tatsache, dass im SWR-Fernsehen am heutigen Freitag eine Aufzeichnung zu sehen ist. Das führte bei einigen Marktbesuchern zu einem Missverständnis, weil sie davon ausgingen, dass die ganze Operette über den heimischen Bildschirm flimmern werde und man sich somit den Eintritt sparen könne. "Ich schaue mir das lieber zuhause an", war am Samstagmorgen einige Male auf dem Neustädter Gemüsemarkt zu hören.

Dennoch zeigten sich Rudolph und das Team von Keitel zuversichtlich. "Die Lokalität "Hochfirstschanze ist für solche Geschichten wunderbar geeignet", betonte er im SÜDKURIER-Gespräch. Ähnlich sieht es sein Freund, der Produzent und Dirigent Wilhelm Keitel, der zusammen mit seiner Ehefrau Beate als Produktionsleiterin das Operettenspektakel erfolgreich auf die Bühne im Schmiedsbachtal brachte. "Die Schanze ist einfach eine sehr gute Location für solche Aufführungen", unterstrich Rudolph. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Naturkulisse und dem Bühnenbild mit dem roten Teppich, das sich wunderbar in das Naturbühnebild "Schanze" einfügte. "Das Ganze vermittelte eine große Harmonie", erklärte er weiter.

Außerdem lobte der HTG-Chef das äußerst gute Zusammenspiel zwischen der Familie Keitel, den Organisatoren, den Schauspielern, den zahlreichen Ehrenamtlichen und den Statisten. "Das hat alles wirklich wunderbar geklappt und es ist ein großes Wir-Gefühl dabei entstanden", freut er sich. Dabei ist er sich ganz sicher, dass das "Schwarzwaldmädel" in dieser Inszenierung ein Stück des Hochschwarzwaldes geworden ist, bei allen Beteiligten zu einer totalen Begeisterung führte, aber auch eine gewisse Eigendynamik entwickelte. "Mein Freund Keitel und ich wünschen uns sehr, dass das Schwarzwaldmädel an der Schanze zu einer festen Einrichtung wird", blickt er in die Zukunft. Dann erklärt er weiter, dass die Aufführung immer anders und mit modernen Komponenten inszeniert werden könnte. Auch die Schauspieler waren total begeistert. Für sie war es einfacher, am Sonntagnachmittag bei Sonne als am Samstagabend, als der Regenschirm zur Hauptrequisite gehörte, im Regen zu spielen. "Die Leute haben das Wetter abgewartet und haben sich dann eine halbe Stunde vor der Vorstellung eine Eintrittskarte besorgt, freute sich Rudolph, dass letztendlich wenigstens am Sonntag der Wettergott mitgespielt hat.

Jetzt heißt es erst einmal abrechnen und sehen, ob ein Gewinn übrig bleibt. Und dann laufen auch schon die Vorbereitungen für die nächste Großveranstaltung der Hochschwarzwald Toursmus GmbH, dem Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht, von dem sich Rudoph wiederum sehr viel verspricht. "Wir werden auf jeden Fall mit Großveranstaltungen in den verschiedenen HTG-Gemeinden weitermachen", informierte er mit Blick in die Zukunft. "Jede Gemeinde soll ihre Großveranstaltung bekommen", versicherte er abschließend.

 
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