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Hansjörg Eckert feierlich als Bürgermeister verabschiedet PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Sunday, 8. August 2010

Hinterzarten - Hansjörg Eckert ist der dienstälteste und einer der beliebtesten Bürgermeister des Hochschwarzwaldes. Er übte sein Amt erfolgreich, mit viel Freude und Enthusiasmus aus und schuf weit über die Region hinaus ein Netzwerk der Freundschaft. Am Sonntagabend wurde Eckert nach fast 25 Jahren Amtszeit offiziell in einem Festakt im Kurhaus von Hinterzarten in den Ruhestand verabschiedet.

 

 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Sport, zahlreiche Freunde, Wegbegleiter, seine Familie und sieben Enkelkinder sowie Finanzminister Willi Stächele, nahmen an der Feier teil. Dabei wurde in vielfältiger Weise, mit Musik sowie der Ausrichtung des Festes durch Vereine und Wirte, vor Augen geführt, welchen enormen Zusammenhalt zwischen Bürgern und Gemeinde besteht. "Hansjörg Eckert zählt zu den starken in unserer südbadischen Bürgermeisterriege", verdeutlichte Stächele die Vorbildfunktion Eckerts für andere Bürgermeister. "Du hast politische Gestaltung über viele Jahre vorgemacht und ich weiß, was Du geleistet hast", versicherte er weiter. Dabei betonte Stächele, dass man auch im Ruhestand auf seinen erfahrenen Rat hoffe.

Bürgermeisterstellvertreter Eugen Winterhalder ging in seiner Laudatio noch einmal ausführlich auf Eckerts Arbeit ein. Er habe als Bürgermeister unermüdlich erfolgreiche Arbeit geleistet und sich um das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger verdient gemacht, betonte er. Im Namen des Gemeinderates und aller Bürger zollte er Eckert herzlichen Dank, Anerkennung und Respekt. "Sie können auf das, was sie geleistet haben, sehr stolz sein", untermauerte er Eckerts Arbeit unter dem tosenden Beifall der Gäste.

Den Dank des Landkreises überbrachte der erste Landesbeamte Helmut Unseld, der unterstrich, dass Eckert die Bedeutung des Tourismus sehr früh erkannt und ihn mitgelebt und gestaltet habe. "Sie haben dafür gesorgt, dass Josef Wund das Erlebnisbad baut", erklärte er und nannte ihn ein Genie der Freundschaft. "Ohne diese Begabung wäre das kleine Hinterzarten nicht das geworden, was es heute ist", ging Unseld weiter auf Eckerts Wirken bei öffentlichen Veranstaltungen wie beispielsweise den Sommer Grand Prix, ein. Gundolf Fleischer, Präsident des Badischen Sportbundes, und Walter Steinle, Vizepräsident des Deutschen Skiverbandes, würdigten ebenfalls Eckerts Arbeit auf dem Sportsektor. Steinle würdigte ihn dafür mit der Ehrenplakette des Deutschen Skiverbandes.

In gleich mehreren Funktionen trat Feldbergs Bürgermeister Stefan Wirbser auf und überbracht die Wünsche des Bürgermeistersprengels, des Gemeindetages und des Schwarzwälder Skiverbandes.

Er verglich das Phänomen Eckert, wie er sich ausdrückte, mit einem Auto, das mit einem warmherzigen Turbodieselmotor ausgestattet ist und visualisierte ihn als eine Universalmaschine für Arbeit, Genuss und Alltag. Eckert sei im Bürgermeistersprengel ein fachkompetenter Kollege und wegen seines ausgleichenden und kameradschaftlichen Umgangs sehr beliebt. Auf sein touristisches Wirken eingehend, erinnerte er an seine Verantwortung und seine erfolgreiche Arbeit beim Schwarzwaldtourismus, wo er lange Jahre Präsident war, die Konus- und Gästekarte einführte, die Gründung des Tourismus Südlicher Schwarzwald sowie den Antrieb zur Gründung der Hochschwarzwald Tourismus, um effizientere Strukturen zu erreichen. Zuletzt ging er auf Eckerts Arbeit für den Schwarzwälder Skiverband ein und steckte ihm die Ehrennadel des Verbandes an. Freundschaftliche Grüße aus Hinterzartens Partnerstadt Eguisheim und dem schweizerischen Engelberg überbrachten Bürgermeister Claude Centlivre und Martha Bächler.

Eckert, der seine letzte öffentliche Rede hielt, betonte, dass er immer ein Motto gehabt habe: "Die Tradition ehren, aus der Situation handeln und an die Zukunft denken". Auf die Wirtschaftskrise anspielend, sagte er, dass Werte, wie Glaube, Hoffnung, Liebe, Vertrauen, Wahrhaftig- und Ehrlichkeit gepaart mit Optimismus und Gottvertrauen, einen festen Standplatz in der Gesellschaft haben müssen und man Hoffnungsträger benötige und Menschen, die aufeinander zugehen, um ein weltweites Netzwerk der Menschlichkeit zu bilden. Was sowohl für das Zusammenleben in der Gemeinde, als auch im kommunalen und regionalen Bereich gelte.

Außerdem bedankte er sich bei seiner Ehefrau Gerlinde für ihr Verständnis. "Sie hat es mir möglich gemacht, dieses Amt so gut auszuführen", erklärte er.

 
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