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Hinterzarten - Die Lindenstraße ist eine der bekanntesten Serien im Deutschen Fernsehen. Das Herzstück der Sonntagabendreihe ist die Schauspielerin Marie-Luise Marjan. In ihrer Rolle als Helga Beimer begeistert sie das Fernsehpublikum. Von Anbeginn und das sind jetzt 25 Jahre, ist sie dabei und wird scherzhaft die "Mutter der Nation" genannt. Jetzt weilt sie für ein paar Tage im "Adler" in Hinterzarten, um sich neben verschiedenen Terminen etwas zu erholen und die schöne Landschaft zu genießen.
Sie war schon oft hier, schließlich hat sie auch in der Schwarzwaldklinik mitgespielt. "Da war das Wetter schöner als jetzt", schaut sie auf die mit Wolken verhangenen Berge. "Aber ich habe ja schließlich noch meine Drehbücher dabei und so lerne ich eben meine Rollen", weiß die gut aussehende und quirlige 70/jährige Dame das Wetter so zu nehmen, wie es heute nun mal ist. Sie wirkt völlig natürlich und jung. So ganz anders als in ihrer braven Rolle, der etwas spießigen und bürgerlichen Helga Beimer. "Nein, trotz der vielen Jahre, in denen ich in diese Rolle schlüpfe, fühle ich nicht so wie Helga Beimer, aber ich präge diese Rolle", äußert sie sich etwas nachdenklich. Dann fügt sie hinzu: "Ich bin eine Frau, die mal in Hamburg und mal in Köln lebt und ich habe einen langjährigen Freund, mit dem ich nicht zusammenlebe, aber den ich durchaus als meinen liebsten Menschen bezeichne", verrät sie aus ihrem Privatleben.
Um so viele Jahre eine Rolle zu spielen, wie es in der Lindenstraße der Fall ist, muss man sehr viel Disziplin besitzen. Und das hat die Schauspielerin, deren Arbeitstage am Set oft mehr als acht Stunden lang sind. Sie ist nicht nur eine Schauspielerin, die mit zahlreichen namhaften Preisen ausgezeichnet wurde, sie schreibt auch Bücher. Die jüngsten Kinder dieser Leidenschaft sind: "Lust, das Revier zu entdecken?", in dem sie die Leser für die Kultur und die Menschen an der Ruhr begeistert und das Buch "Freundschaften", in dem sie liebe Freunde mit persönlichen Geschichten zu Wort kommen lässt. Daraus hat sie dem Schwarzwälder Publikum in St. Märgen vorgelesen. Marie-Luise Marjan kocht auch gerne und am liebsten mediterran. Logisch, dass sie ihre Rezepte auch in einem Kochbuch veröffentlichte.
Dann öffnet sie eine Mappe, in der sorgfältig Zeitungsausschnitte, Fotos und Urkunden aufgehoben werden. "Das sind meine vier Patenkinder", strahlt sie und zeigt Fotos von Kindern, die inzwischen zu Jungendlichen herangewachsen sind. Für 25 Euro im Monat kann man bei Plan eine Patenschaft übernehmen und diesen Kindern helfen. "Das ist das jüngste Kind aus Paraguay, wo ich gerade gewesen bin" freut sie sich. Ja auch hier engagiert sich Marie-Luise Marjan mit vollem Einsatz. Doch dann wartet der nächste Termin und sie ist sich ganz sicher: "Man muss immer wissen, der Ruhm ist nur geliehen."
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