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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Monday, 3. May 2010

Hinterzarten - Bei den Bürgermeisterwahlen in Hinterzarten gibt es einen zweiten Wahlgang, weil keiner der fünf Kandidaten, die allerdings in der Stimmenzahl nahe beieinander liegen, gestern die absolute Mehrheit erhalten hat. Mit 488 Stimmen, das sind 37,89 Prozent, konnte sich der Kandidat Michael Tatsch (51 Jahre) aus Leck in Schleswig-Holstein an die Spitze setzen.

 

Er bringt als Bürgermeister a. D. bereits Rathauserfahrung mit. Eugen Winterhalder (52 Jahre, Forstdiplomwirt) aus Hinterzarten folgt ihm mit 394 Stimmen und 30,59 Prozent und die einzige Frau im Feld Elke Wössner (52 Jahre Diplom Verwaltungswirtin FH) aus Villingen-Schwenningen konnte 365 Stimmen und 28,34 Prozent der Gesamtstimmen auf sich konzentrieren. Den Bewerber Jürgen Ptok (47 Jahre, Diplom Verwaltungswirt-Polizei FH) aus St. Georgen wählten 30 Hinterzarter (2,33 Prozent) und Alf Baier (55 Jahre, Rechtsanwalt) aus Freiburg erhielt elf Stimmen (0,85 Prozent).

1886 Wähler waren am Sonntag aufgerufen, den Nachfolger von Hansjörg Eckert, der 24 Jahre die Amtsgeschäfte erfolgreich führte, zu wählen. Eckert kandidierte nicht mehr, da er im Juni in den Ruhestand geht. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,45 Prozent. 1291 Wähler (244 mit Wahlschein) gaben 1288 gültige Stimmen ab.

Bei der nächsten Neuwahl weitermachen wollen auf jeden Fall die ersten drei Kandidaten. "Ich bin begeistert über das gute Ergebnis und die hohe Wahlbeteiligung", freut sich Tatsch, der den Wahlkampf als sehr fair bezeichnete und sich für das Vertrauen der Wähler bedankte. "Ich fahre jetzt nach Hause, aber komme gleich wieder, um weiter zu machen", sagte er weiter. Auch Eugen Winterhalder freut sich auf den weiteren Wahlkampf und auf kommende Wahlveranstaltungen, bei denen er um noch mehr Stimmen werben möchte. "Das Ergebnis liegt aufgrund des starken Bewerberfelds im Rahmen", sagte Winterhalder. "Ich werde nächste Woche weiterkämpfen", so Winterhalder weiter.

"Ich freue mich über das große Vertrauen", betonte Elke Wössner, die zuversichtlich auf die nächsten Termine blickt. Ziemlich enttäuscht über sein Abschneiden zeigte sich Jürgen Ptok, der es einen erneuten Antritt als unwahrscheinlich bezeichnete. "Das Bewerberfeld war einfach zu stark" meinte er. Nicht mehr antreten wird auch Alf Baier aus Freiburg.

 
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