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Hinterzarten - Seit über 15 Jahren kämpft die auf Lymphologie spezialisierte Földi Klinik erfolglos um die Anerkennung als Akutklinik. Im Rahmen einer Klausurtagung der CDU-Landtagsfraktion im Floriansheim, besuchte gestern Fraktionsvorsitzender Peter Hauk die Földi Klinik und das Skimuseum. "Wenn man sich über die Kriterien vor Ort informiert und darüber fundiert Bescheid weiß, ist es einfacher, bei den Landtagsberatungen dementsprechend zu entscheiden", erklärte Hauk.
Nachdem die Klinik im Zuge der Gesundheitsreform 1989 nach Aussagen von Klinikchefin und Chefärztin Etelka Földi in den Rehastatus überführt wurde, habe sich nichts mehr in Richtung Akutklinik getan. "In 30 Jahren ist nichts passiert", verdeutlichte Földi dem CDU-Politiker die unerfreuliche Situation. Außerdem unterstrich sie, dass die Zuständigkeit zwischen Krankenkasse und dem Sozialministerium, wie ein Ball, ständig hin und her geschoben werde. Die Schwierigkeit sei außerdem, dass der Rehaklinikstatus jährliche Gespräche und Verhandlungen mit den Krankenkassen nach sich ziehe. "Dabei muss über entsprechende Pflege- beziehungsweise Tagessätze für die Behandlung ambulanter Patienten gerungen werden", informierte sie Hauk. "Die Krankenkassen bieten uns an, was sie wollen", bedauerte Földi weiter. "Schließlich würden diese Sätze nicht ausreichen, um ihre Patienten effizient und mit Nachhaltigkeit zu behandeln", untermauerte die Ärztin ihre bisher vergeblichen Bemühungen für einen Akutklinikstatuts.
Die 152 Betten zählende Klinik ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Immerhin sind 25 Prozent der Patienten aus EU-Ländern. "Die Krankheit der Lymphgefäße betrifft seit neuestem auch Kinder und wir behandeln mindestens drei bis vier pro Jahr", klärte Földi den Fraktionsvorsitzenden auf. Der größte Anteil der Patienten kommt aus der Onkologie und ein ganz neuer Behandlungsschwerpunkt sind die Übergewichtigen mit einem Körpergewicht von 150 bis 250 Kilogramm. "Solche Menschen benötigen neben der üblichen Lymphdrainagebehandlung, psychologische und Ernährungsberatung sowie physikalische Behandlung. "Manchmal, wenn kein Erfolg absehbar ist, müssen wir diese Menschen auch in der Uniklinik Freiburg chirurgisch durch eine Magenverkleinerung behandeln", informierte Földi über eine der Erfolgsmöglichkeiten. Allerdings gehen diese Therapieerfolge, die für die fettleibigen Menschen das Leben erleichtern, weit über den normalen Kassensatz hinaus.
Hauk verließ die Klinik nicht ohne Hoffnung zu hinterlassen: "Das Land schüttet in den nächsten eineinhalb Jahren 400 Millionen Euro für Krankenhäuser aus und 4000 Betten werden abgebaut", informierte er. Eine Chance sehe er deshalb eher in der Konzilgruppe "Übergewicht", die noch nicht im Bedarfsplan enthalten ist. "Aber es ist kein Schnellschuss und Sie müssen noch eineinhalb Jahre durchhalten", forderte er die Klinikchefin auf, nicht aufzugeben.
Im Skimuseum traf Hauk auf Gundolf Fleischer, der ihm in seiner Funktion als Vorsitzender des Badischen Sportbundes Freiburg die Situation des Vorzeigeprojektes "Olympiastützpunkt Hinterzarten" schilderte. Dabei forderte Fleischer die Frage der Nachfolge des Salesiaordens, der sich vom Skiinternat Furtwangen gelöst hat, zu klären und sich sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene für eine Lösung einzusetzen. Zumal Furtwangen die Talentschmiede erfolgreiche Sportler wie beispielweise Martin Schmidt, Sven Hannawald oder von Pascal Bodmer ist. Fleischer verdeutlichte außerdem, dass in Furtwangen sogar drei bayerische Sportler untergebracht sind, weil sie im Schwarzwald bessere Möglichkeiten der Verbindung Training und Schule vorfinden als in Bayern. "Der DSV geht davon aus, dass 25 Prozent des Nordischen Skisportnachwuchses aus dem Schwarzwald kommt", untermauerte er die Notwendigkeit eines Skiinternates im Schwarzwald. Anschließend trug sich Hauk in das Goldene Buch des Skimuseums ein.
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