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Badeparadies im Dezember 2010 fertig PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Monday, 31. August 2009

Titisee-Neustadt - Der größte Teil der Hochschwarzwälder kann es kaum erwarten, endlich in den blauen Fluten des "Badeparadies Hochschwarzwald" zu schwimmen. Allerdings müssen sie sich durch eine sechsmonatige Bauverzögerung noch bis Weihnachten 2010 gedulden. "Doch dann ist es wirklich soweit", erklärte Investor Josef Wund (70) bei der Zementschüttung für das erste Fundament auf der Baustelle in Titisee-Neustadt.

 

Zusammen mit Bürgermeister Armin Hinterseh verfolgte Wund sichtlich entspannt den weiteren Baufortschritt der 37 Millionen teueren Investition, die dem Schwarzwald eine steigende Tourismusfrequentierung garantieren soll. "Ich habe seit der Planung soviel gehört, was im Schwarzwald geredet wird und dann doch nicht geschieht", erklärte er. "Doch ich bin eines Besseren belehrt worden und sie können mir glauben, was hier geleistet wurde, ist einfach super", unterstrich der 70-jährige Unternehmer den Zusammenhalt und das Engagement der zehn Hochschwarzwaldgemeinden. Die zehn Kommunen, die sich je nach Größe und Tourismuszahlen anteilsmäßig an der Finanzierung des Bades beteiligen, machten es möglich, dass am Ortsrand von Titisee eines der attraktivsten Erlebnisbäder Deutschlands mit Beauty-, Wellness und Gesundheitsbereichen sowie einem riesigen Erlebnisbereich für die ganze Familie entsteht (wir berichteten).

Der Rutschenbereich wurde in den vorausgegangenen Planungen noch einmal verbessert, um den Ansprüchen der Kinder und Jugendlichen zu genügen "Wir haben in Erding und Bad Wörishofen gesehen, worauf die Jugendlichen Wert legen und daraus Erfahrungen gezogen, die wir hier gleich eingearbeitet haben", betonte der erfahrene Investor aus Friedrichshafen. "Die Jugendlichen wollen Action und das wollen wir hier mit den zahlreichen Rutschen bieten, ohne das die ruhesuchenden Badegäste und die Nachbarn gestört werden", erklärte er im SÜDKURIER-Gespräch weiter.

Um die Nachbarn vom Lärm der Bauarbeiten zu schützen, ließ Wund eigens einen Schutzwall aufschütten. Wund, Gemeinden und Behörden haben alles daran gesetzt, dass bis Ende Oktober die Kellerfundamente fertig werden und dicht sind, damit der Bau über den Winter unter dem Holzdach fortgeführt werden kann. "Für die gesamten Fundamente des Bades müssen in zirka 300 Fahrzeugen 2800 Kubikmeter Zement befördert und auf der Baustelle aufgeschüttet werden", informierte Wund. "Zugute kommt den Bauarbeiten der 6000 Jahre alte geologische Baugrund aus der Eiszeit, der durch seine Trockenheit auch im kältesten Winter frostsicher ist", zeigte sich der Badinvestor zuversichtlich, dass der Winter den Bauarbeiten, mit denen im Mai begonnen wurde, nichts anhaben kann. Auf den zu erwartenden Besucherandrang im "Badeparadies Hochschwarzwald" eingehend, erinnerte Wund an die unwahrscheinlichen Besucherzahlen in Erding. "Es kommen bei jedem Wetter Gäste, das ist unglaublich", erklärte er. Auf das dortige Gästeeinzugsgebiet eingehend, informierte der der Wirtschaftskrise trotzende mutige Investor, dass als neues Potential Besucher aus Frankreich und der Schweiz zu verzeichnen sind. "37 Prozent der Gäste kommen aus bis zu 100 Kilometer Entfernung und 27 Prozent der Besucher finden aus mehr als 300 Kilometer entfernt den Weg in das Bad" dokumentierte er die Zahlen. In Titisee können etwa 2000 Gäste gleichzeitig baden und im Wechsel könnten es bis zu 5000 Besucher sein. Werbeträger für die Bäder sei vor allem die Mund zu Mund Propaganda, die bei 80 Prozent liege, berichtete Wund. Um die Werbung schon jetzt zu starten, werde er bereits in den nächsten Tagen ein 14 Meter langes Schild anbringen lassen, Fleyer in den Tourist-Informationen und für die Zimmervermieter in allen zehn HTG-Gemeinden bereit legen sowie weitere Bauschilder anbringen.

"Das Richtfest ist aber nicht mehr in diesem Jahr, sondern im Juni 2010", informierte Wund über den weiteren Baufortgang. Außerdem unterstrich er, dass bei der Bauvorgabe so weit dies möglich war, einheimische Betriebe Berücksichtigung gefunden hätten. "Stahl und Wasser kommen aus der Region", versicherte Wund. So sei beispielsweise auch der Glasbau an die Firma Dilger in Schluchsee und die Holzarbeiten teilweise an die Firma Amann in Breitnau vergeben worden. "Und der Kies wird aus Löffingen geliefert", freute sich Hinterseh über die Auftragszusage an einheimische Betriebe und erklärte: "So muss es sein".

 
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