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"Wer nicht investiert, der verliert" PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Angéle Kerdraon   
Tuesday, 4. August 2009

Titisee-Neustadt - Von der Wirtschaftskrise nicht irritieren lässt sich Hotelier Hansjörg Trescher vom Schwarzwaldhotel in Titisee: Der innovative Hotelbesitzer investierte jetzt erneut 850000 Euro in seinen Betrieb, um den Gästen auch im Winter das wohltemperierte Baden unter freiem Himmel zu ermöglichen. Gestern stellte Trescher, der den Familienbetrieb zusammen mit seiner Ehefrau Ulrike und ihrem Neffen Michael Monniger und Ehefrau Marion erfolgreich führt, das neue Projekt der Öffentlichkeit vor.

 

Die Gäste, unter ihnen auch Bürgermeister Armin Hinterseh, zeigten sich beeindruckt von der gelungenen Architektur des neuen Bades, das so konzipiert ist, dass der Eindruck entsteht, direkt im See zu schwimmen. Hinterseh erinnerte aber auch an die nicht ganz einfachen Verhandlungen mit den zuständigen Ämtern, die eine gute Lösung für die weitere Benutzung des öffentlichen Seerundwegs forderten. Der viel frequentierte Seeweg führt jetzt in einer Länge von über zehn Metern durch einen beleuchteten Tunnel. Hinterseh betonte, dass Titisee ein wirkliches Juwel sei, aber im Widerstreit habe man doch zwischen Ökonomie und Ökologie eine gute Zusammenarbeit gehabt, lobte Hinterseh die gute Kooperation. "Wer nicht verlieren will, investiert und wer nicht investiert, der verliert", untermauerte Trescher sein über 40 Jahre dauerndes Erfolgsrezept. Trescher, den man durchaus als einen "Schwarzwald-Visioniär" bezeichnen kann, beschäftigt in seinem 160 Betten Hotel 90 Arbeitnehmer und gehörte zu den ersten Hoteliers in der Region, der seinen Gästen ein Hallenbad anbieten konnte. Als er 1962 das erste hoteleigene Hallenbad im südlichen Schwarzwald in Betrieb nahm, galt dies als eine große Sensation. "Die Gäste fanden es besonders reizvoll in molliger Wärme durch die großen Panoramafenster den Blick auf den zugefrorenen See zu genießen", erinnerte er. Als die Wellnesswelle auch auf den Hochschwarzwald überschwappte, war es wieder Trescher, der gleich reagierte und 1985 nach und nach das Hallenbad in eine Wellnesswelt mit Whirlpool, verschiedene Saunen, Relaxzone, Fitnessraum, Beautyfarm, Vital-Snack und Saft-Bar mit eigenen Seezugang und Liegewiese umbaute. In dieser Zeit modernisierten er und seine Ehefrau das gesamte Hotel, dass zu den "Vier Sterne-Superior Hotels" zählt. "Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen als beispielsweise im beheizten Außenbad zu schwimmen, während der See zugefroren ist und die Schlittschuhläufer draußen ihre Kreise ziehen", regte der Schwarzwälder Hotelier die Vorstellungskraft seiner Gäste an. Als eine große Herausforderung sah der Münchner Architekt Robert Rappold den Neubau des Außenbades an. "Ich habe noch nicht so viele Bäder direkt am See gebaut", erklärte er. Vier Monate dauerte die Umbauphase in der die Außenanlage komplett umgestaltet wurde. "Ich habe bei der Planung darauf geachtet, dass sich das zwölf auf sechs Meter große Becken mit einer Tiefe von 1,40 Meter gut in die Natur einfügt und der atemberaubende Panaromablick für den Badegast erhalten bleibt", sagte er weiter. Die Gäste des Schwarzwaldhotels dürfen sich auf Badevergnügen mit einer Wassertemperatur im Sommer von 27 Grad und im Winter von 30 Grad sowie auf acht Massagedüsen und zwei Bodensprudler freuen. Das Bad ist direkt vom Wellnessparadies zu erreichen. Auf dem neu anlegten 150 Meter große Holzdeck stehen Sitzgruppen, Strandliegen und Sonnenschirme. Der private Badestrand verfügt über eine Liegeweise und einen Kisselstand direkt am Titisee. Das neue Außenbad wurde eröffnet, aber Trescher möchte seinen Gästen noch mehr Badekomfort bieten. In weiteren Bauabschnitten soll die Saunalandschaft im nächsten Jahr erweitert und den neuesten Wellnessanforderungen angepasst und das Hallenbad modernisiert werden.

 
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